SCHWARZACH

In der Rosengasse weiter Gegenverkehr

Die Rosengasse in Stadtschwarzach wird keine Einbahnstraße. Vor der Sitzung des Marktgemeinderats am Dienstag fand eine Ortseinsicht statt, bei der sich alle Ratsmitglieder gegen eine Änderung der Fahrbahnrichtungen in der beengten Gasse aussprachen.
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Engstelle Rosengasse: Vor ihrer Ratssitzung am Dienstag betrachteten sich die Mitglieder des Schwarzacher Gemeinderats die aktuelle Situation in der Rosengasse mit parkenden Fahrzeugen und der nicht ungefährlichen Ausfahrt in die Schweinfurter Straße. Foto: Foto: Peter Pfannes

Die Rosengasse in Stadtschwarzach wird keine Einbahnstraße. Vor der Sitzung des Marktgemeinderats am Dienstag fand eine Ortseinsicht statt, bei der sich alle Ratsmitglieder gegen eine Änderung der Fahrbahnrichtungen in der beengten Gasse aussprachen.

Anlieger Michael Schlereth hatte bei der Gemeinde den Antrag gestellt, die Rosengasse in eine Einbahnstraße umzuwandeln mit Fahrtrichtung von der Einmündung „Schweinfurter Straße“ hin zur „Schmiedsgasse“. Um die Meinung der anderen zehn Anwohner einzuholen, hatte sich die Gemeindeverwaltung in der Vorwoche Rückmeldungen eingeholt – mit dem Ergebnis, dass sich nur drei unmittelbar Betroffene dem Wunsch Schlereths anschlossen. Sechs Anlieger sprachen sich gegen eine Einbahnstraße aus mit teilweise umfangreichen Stellungnahmen. Rosengasse-Bewohner Ruppert Brimer, der beim Ortstermin anwesend war, argumentierte beispielsweise: „Eine Einbahnstraße führt nicht zu einer Verbesserung der Parksituation.“ Parkende Fahrzeuge hätten einen positiven Effekt, indem sie den Verkehr verlangsamen. Trotz der Enge in der schmalen Rosengasse sei der Umgang der Nachbarn miteinander sehr rücksichtsvoll. „Von Querelen diesbezüglich ist mir nicht bekannt“, so Brimer.

Weitere Themen im Gemeinderat:

• Schwarzach steigt zum Jahresende aus der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) aus. Mit 13:2 Stimmen beschloss das Gremium den Vertrag mit der KVÜ Wiesentheid zu kündigen. Grund für den Ausstieg sind die roten Zahlen, welche die Verkehrsüberwachung seit ein paar Jahren bei der Kontrolle des fließenden Verkehrs in Schwarzach schreibt. Bürgermeister Volker Schmitt informierte über die Jahresergebnisse: Im vergangenen Jahr lagen die Ausgaben um 7300 Euro höher als die Einnahmen. 2013 hatte man ein Defizit von 5400 Euro. Nach Vertragsende will die Gemeinde im Gegenzug zwei Geschwindigkeitsmessgeräte für Schwarzach anschaffen und abwechselnd an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet aufstellen, so die Entscheidung der Räte.

• Ein Nachfolger für die Benediktiner-Apotheke in Stadtschwarzach ist in Sicht. Wie Bürgermeister Schmitt mitteilte, habe sich ein Apotheker bei der Gemeinde gemeldet, der die Nachfolge der in den Ruhestand tretenden Inhaberin Ursula Steinbrenner antreten möchte. Steinbrenner hatte die Apotheke 39 Jahre geleitet. Das Gemeindeoberhaupt hofft nun darauf, dass der Vertrag zwischen der Hauseigentümerin und dem möglichen Pächter bald geschlossen ist. Der Erhalt der Apotheke sei für Schwarzach von großer Bedeutung.

• Der SV-DJK Schwarzenau 1946 erhält einen Zuschuss für den Neubau einer Lagerhalle am Sportgelände des SV in Höhe von zehn Prozent der Baukosten, maximal 5000 Euro. Der Bau der Halle, in der diverse Gerätschaften untergebracht werden, ist mit 49 000 Euro veranschlagt. Nach Abzug der Zuschüsse muss der SV selber 25 000 Euro finanzieren.

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