LANDKREIS KITZINGEN

Immer mehr Teilzeit-Stellen im Kreis

Rund 14 800 Menschen im Landkreis Kitzingen arbeiten in Teilzeit, Leiharbeit oder haben einen Minijob als alleiniges Einkommen, ein Rekordwert von 40 Prozent.
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Rund 14 800 Menschen im Landkreis Kitzingen arbeiten in Teilzeit, Leiharbeit oder haben einen Minijob als alleiniges Einkommen, teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Damit sei der Anteil der so genannten atypischen Beschäftigung an allen Arbeitsverhältnissen im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von 40 Prozent gestiegen.

Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Kreis Kitzingen seit dem Jahr 2003 untersucht hat. Damals habe die Quote atypischer Jobs noch bei 31 Prozent gelegen, so die Pressemitteilung.

Nach Angaben der Böckler-Stiftung habe im Landkreis Kitzingen besonders die Teilzeit-Beschäftigung drastisch zugenommen: Arbeiteten 2003 noch etwa 4500 Erwerbstätige in Teilzeit, waren es 2016 bereits rund 8600 – ein Anstieg von 89 Prozent. Gegen die Teilzeit-Falle brauche man ein „verbrieftes Rückkehrrecht in Vollzeit“, fordert Frank Groha, Bezirksvorsitzender der IG BAU Mainfranken laut dem Pressetext.

Auch bei Minijobs gab es einen Anstieg: Rund 6000 Menschen im Kreis Kitzingen waren 2016 ausschließlich geringfügig beschäftigt (2003: 5200).

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