KITZINGEN

Im Stadtrat: Vollbremsung beim Galgenwasen?

Die im Sommer 2016 von einer deutlichen Mehrheit beschlossene Sanierung der städtischen Wohngebäude am Galgenwasen steht möglicherweise wieder auf dem Prüfstand.
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Die städtischen Wohnblocks am Galgenwasen in der Siedlung werden saniert – oder auch nicht.FOTO: Siegfried Sebelka Foto: Sebelka

Die im Sommer 2016 von einer deutlichen Mehrheit beschlossene Sanierung der städtischen Wohngebäude am Galgenwasen 13 bis 27 steht möglicherweise wieder auf dem Prüfstand.

Zur Sitzung des Stadtrats am Donnerstag, ab 18 Uhr, gibt es Anträge der Ödp und der Kommunalen Initiative Kitzingen (KIK). Ziel ist jeweils, das geplante, rund sechs Millionen Euro teure Projekt zu stoppen. Hintergrund sind die fehlenden günstigen Wohnungen in Kitzingen. Um schnelle Abhilfe zu schaffen, sollen die Wohnblocks nicht – wie beschlossen – generalsaniert, sondern mit einfachen Mittel bewohnbar gemacht werden.

Ob die Anträge behandelt werden und vor allem, ob sie eine Mehrheit finden, ist offen. Beim Grundsatzbeschluss gegen den einmal geplanten Abriss und für eine Generalsanierung, waren die Mehrheitsverhältnisse mit 25 zu sechs Stimmen jedenfalls eindeutig.

Auf der Grundlage dieses Beschlusses war nach einer europaweiten Ausschreibung ein Münchner Architekturbüro mit den ersten Planungsschritten beauftragt worden. Die Grundlagen für die Sanierung sind inzwischen ermittelt worden. Am Donnerstag geht es um die Vergabe der weiteren Planungsleistungen – oder eben auch das Ende des Projekts, wenn sich KIK und Ödp durchsetzen.

Weitere Themen

Daneben hat sich der Stadtrat einige weitere Themen vorgenommen. Einmal wird das Konzept für die Jugendarbeit in der Stadt bis ins Jahr 2021 vorgestellt. Für die in der ehemaligen US-Wohnsiedlung Marshall Heights geplanten Kindertagesstätte mit insgesamt 103 Plätzen (75 Kindergarten- und 28 Krippenplätze) soll die Betriebsträgerschaft vergeben werden. Die Trägerschaft war ausgeschrieben worden, fünf Bewerbungen sind eingegangen. Über den Träger entscheidet der Stadtrat.

Gestaltung der Turnhalle im Deusterpark

Entschieden werden soll auch über die Gestaltung der Fassade der vor dem Baubeginn stehenden Zweifeldturnhalle im Deusterpark. Die Stadträte können sich zwischen einer Blechvariante oder Faserzementplatten entscheiden. Insgesamt sind für die Sporthallen einschließlich der Räume für die Ganztagsbetreuung und einer Parkgarage derzeit 5,92 Millionen Euro eingeplant. Je nach Varianten der Fassade könnten sich diese Kosten um bis zu 130 000 Euro erhöhen.

Wieder auf dem Tisch ist mit dem Radweg vom Gewerbegebiet Dreistock (Kaufland) nach Albertshofen ein Uraltthema. Die Albertshöfer werden laut Gemeinderatsbeschluss in jedem Fall einen asphaltierten Geh- und Radweg bis zur Gemarkungsgrenze bauen. Die Frage ist, ob Kitzingen den Rest bis zum Gewerbegebiet übernimmt. Vor zehn Jahren hatte die Stadt eine Beteiligung abgelehnt. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf.

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