MAINSTOCKHEIM

Hohe Hürden beim Freizeitgelände

Das wird nicht leicht: So fasste Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs das Ergebnis eines Termins zur Umgestaltung der Sandspitze in ein Bade- und Freizeitgelände zusammen.
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Idyllisch: Die Sandspitze in Mainstockheim. Die Umgestaltung zur Freizeit- und Badefläche hat aber hohe Hürden. Foto: Foto: ROBERT HAAASS

„Das wird kein einfaches Unterfangen“: So fasste Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs in der Ratssitzung das Ergebnis eines Behördentermins zur Umgestaltung der Sandspitze in ein Bade- und Freizeitgelände zusammen. Gegen die bisherige Planung gibt es wohl etliche Bedenken – nicht nur von Seiten der Verbände und Behörden.

Schon heute genutzt

Schon heute wird die Sandspitze, ein ehemaliger Baggersee mit Zugang zum Main, von den Mainstockheimern in den Sommermonaten gerne als Freizeitgelände, Baden inklusive, genutzt. Im Juni lag den Gemeinderäten Planungsvarianten zur Umgestaltung in ein Freizeitgelände mit hoher Aufenthaltsqualität vor. Geschätzte Kosten: rund 300 000 Euro. Vor weiteren Schritten lag nun ein Behördentermin, der die Auflagen und Bedenken abklären sollte.

Und diese Besprechung am 7. Oktober zeigte, dass es doch erhebliche Hürden zu überspringen und Abstriche in den Planungen zu machen gilt. Denn etliche ähnliche Projekte, so Fuchs, seien aus dem Ruder gelaufen. Wie die Beispiele Nordheim und Marktsteft zeigen, werden diese Gelände nicht nur von Einheimischen genutzt, sondern ziehen Scharen von Gästen an – was nicht unbedingt gewünscht ist.

Fischer haben Bedenken

Bedenken gab es vor allem von Seiten der Fischer und der unteren Naturschutzbehörde. So werden nun Bestandserhebungen, der Fische im Wasser und der Fauna an Land nötig, wofür erste Kosten auf die Gemeinde zu kommen. Die geplanten Änderungen des Geländeprofils machen zudem die Prüfung von Retentionsflächen nötig – bei Hochwasser soll kein Aufstau erfolgen.

Zu teuer und nicht zu Ende gedacht – das ist die Kritik von Ratsmitglied Günter Voit. Denn im Zusammenhang mit dem Ausbau der Sandspitze sollte auch das bestehende Kleingartengelände und die Zustände dort, sowie die mögliche Umgehungsstraße mit betrachtet werden. Denn vor allem eine Umgehung von Mainstockheim, so wie sie geplant ist, würde den Ort vom Main abschneiden – und damit eine größere Investition in die Sandspitze in Frage stellen.

Diskussion dreht sich

Womit die Diskussion im Rat in eine völlig andere Richtung lief: Soll sich die Gemeinde bezüglich der Umgehung positionieren oder eine Entscheidung nachfolgenden Generationen überlassen. Der Flächennutzungsplan sieht zwar eine Trasse für die Umgehung vor, konkrete Pläne dafür gibt es aber nicht. Die Hoffnung von Bürgermeister Fuchs: Die Dringlichkeit für den Umgehungsbau, derzeit Reserve, wird niedriger gesetzt. Dann käme hier keine Überraschung durch plötzliches Freiwerden von Geldern und das Ansinnen des Straßenbauamts, diese Gelder in eine Umgehung Mainstockheim zu investieren. Denn dann müsste schnell entschieden werden, was Fuchs eigentlich nicht möchte. Peter Brandner sieht das anders: „Es wäre jetzt schon an der Zeit, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.“

Resonanz von anderen Ratsmitgliedern gab es keine und die Diskussion verlief damit – wieder einmal – im Sande. Die Diskussion um die Sandspitze wird demnächst fortgesetzt.

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