KITZINGEN

Hochwasserschutz: Neue Zahlen nötig

Der Eherieder Mühlbach kommt in normalen Zeiten eher unscheinbar daher. Doch der Bach kann sich in einen reißenden Fluss verwandeln.
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Ruhig fließt das Wasser in normalen Zeiten. Der Eherieder Mühlbach kann aber auch anders. Dann soll mit einem Bypass im Bereich der Kreuzung am Eisenbahnviadukt das mögliche Hochwasser gebremst werden. Der Durchlass alleine reicht aber nicht immer, deshalb werden weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz geprüft. Foto: Foto: Siegfried Sebelka

Der Eherieder Mühlbach kommt in normalen Zeiten eher unscheinbar an der Kaltensondheimer Straße, Jahn- und Talstraße daher. Bei bestimmten Wetterlagen kann er sich aber in kurzer Zeit in einen reißenden Fluss verwandeln. Der Bach und mögliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind jetzt wieder auf der Tagesordnung des Stadtrats.

Zuletzt waren sie das vor gut zwölf Jahren. Da lagen dem Stadtrat nach umfangreichen Voruntersuchungen und auf der Grundlage eines Niederschlagsabflussmodells verschiedene Varianten vor, wie man den Bach im Extremfall bremsen kann.

Entschieden hat sich der Stadtrat gegen einen Ausbau in der Jahnstraße. Auch die damals vor allem vom ehemaligen CSU-Stadtrat Adam Straßberger geforderten Rückhalte-Maßnahmen im „Oberlauf“ in Richtung Kaltensondheim wurden nicht umgesetzt. Gebaut wurde ein sogenannter Bypass im Bereich der Eisenbahnbrücke und heutigen Kreuzung mit der Nordtangente (Nähe Esbachhof). Der Durchlass soll die Fluten kontrolliert ableiten.

Nach Inbetriebnahme des Bypasses und Nachbesserungen am Rechen des Einlaufbauwerks hatte sich die Hochwassersituation um Unterlauf des Baches verbessert. Allerdings, so die Verwaltung, kann es bei kurzen und heftigen Niederschlägen zum Aufstauen bis zu Jahnstraße kommen. Nicht nur einmal stand deshalb das Wasser auch schon vor den Toren einer am Bach liegenden Sanitärfirma.

Die Probleme sollen gelöst, die Abflusssituation verbessert werden. Das sagte Tiefbauamtsleiter Hilmar Hein in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Allerdings, so Hein, seien dafür neue Zahlen nötig. Er schlug vor, die aus dem Jahr 2004 stammenden Untersuchungen und Studien zur Hochwasserfreilegung des Eherieder Mühlbach auf den aktuellen Stand zu bringen.

„Der Erfolg war eher mäßig.“
Tiefbauamtsleiter Hilmar Hein über Hinweise zu Bach-Reinigungen

Der Stadtrat sah das auch so, und war einstimmig für die Vergabe des entsprechenden Auftrags. Die neuen Zahlen sollen die Grundlage für die Entscheidung liefern, in welchem Umfang und zu welchen Kosten Maßnahmen zum Hochwasserschutz getroffen werden können.

Abgesehen von möglichen baulichem Maßnahmen setzt die Verwaltung vor allem auf die Reinigung des Bachbettes. Entsprechende Hinweis an die Anwohner habe es in Repperndorf bereits gegeben, sagte Hein. „Der Erfolg war eher mäßig“ sagte, dennoch werde man weiter auf die Notwendigkeit hinweisen. Das gelte im übrigen für alle Bäche im Kitzinger Stadtgebiet.

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