KTZINGEN

Herzlichen Glückwunsch, Frau Krumpholz!

Gertrud Krumpholz feierte ihren 95. Geburtstag. Noch im hohen Alter versorgt sich die Jubilarin, deren Heimat einst das Sudetenland war, weitgehend selbst.
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Herzlichen Glückwunsch, Frau Krumpholz!
Gertrud Krumpholz, geborene Olbrich aus Kitzingen, feierte am Freitag ihren 95. Geburtstag. Die Jubilarin wurde im Sudetenland in Allstadt nahe Mährisch-Ostrau geboren und hatte drei jüngere Brüder. Nach dem Besuch der Volksschule und der Bürgerschule ging sie auf die Fachschule für Frauenberufe. Infolge der Benesch-Dekrete wurde die Familie 1946 in Viehwagen ausgesiedelt und kam für drei Monate in ein Barackenlager in Markt Bibart. Der Vater fand schnell Arbeit in Kitzingen und die Familie zog um. Hier lernte sie Rudolf Krumpholz – Jahrgang 1920 – kennen, der an Weihnachten 1946 aus einem Kriegsgefangenenlager in Norwegen zu seinem Bruder in Kitzingen entlassen wurde. Beide arbeiteten in der Nachkriegszeit im Arzneimittelwerk Steiger (später Fetzer). Rudolf Krumpholz starb 1990. Aus der 1949 geschlossenen Ehe ging Sohn Rainer hervor. Neben ihm, Oberbürgermeister Siegfried Müller (unser Foto), Freunden und Bekannten gratulierten der Jubilarin zwei Enkel und zwei Urenkel. Selbst im hohen Alter versorgt sich Gertrud Krumpholz selbst, Einkäufe erledigt der Sohn. Bis vor vier Jahren betrieb die Jubilarin in ihrem Haus am Stadtrand eine Ferienwohnung. Da es Geschenke in der Heimat eher zum Osterfest gab und das Weihnachtsfest nur gefeiert wurde, war der Geburtstag am Vortag von Heiligabend aus Kindersicht kein Nachteil. Groß gefeiert wurde der 95. Geburtstag am Freitagabend. Text/Foto: Gerhard Bauer

Gertrud Krumpholz, geborene Olbrich aus Kitzingen, feierte am Freitag ihren 95. Geburtstag. Die Jubilarin wurde im Sudetenland in Allstadt nahe Mährisch-Ostrau geboren und hatte drei jüngere Brüder. Nach dem Besuch der Volksschule und der Bürgerschule ging sie auf die Fachschule für Frauenberufe. Infolge der Benesch-Dekrete wurde die Familie 1946 in Viehwagen ausgesiedelt und kam für drei Monate in ein Barackenlager in Markt Bibart. Der Vater fand schnell Arbeit in Kitzingen und die Familie zog um. Hier lernte sie Rudolf Krumpholz – Jahrgang 1920 – kennen, der an Weihnachten 1946 aus einem Kriegsgefangenenlager in Norwegen zu seinem Bruder in Kitzingen entlassen wurde. Beide arbeiteten in der Nachkriegszeit im Arzneimittelwerk Steiger (später Fetzer). Rudolf Krumpholz starb 1990. Aus der 1949 geschlossenen Ehe ging Sohn Rainer hervor. Neben ihm, Oberbürgermeister Siegfried Müller (unser Foto), Freunden und Bekannten gratulierten der Jubilarin zwei Enkel und zwei Urenkel. Selbst im hohen Alter versorgt sich Gertrud Krumpholz selbst, Einkäufe erledigt der Sohn. Bis vor vier Jahren betrieb die Jubilarin in ihrem Haus am Stadtrand eine Ferienwohnung. Da es Geschenke in der Heimat eher zum Osterfest gab und das Weihnachtsfest nur gefeiert wurde, war der Geburtstag am Vortag von Heiligabend aus Kindersicht kein Nachteil.

Groß gefeiert wurde der 95. Geburtstag am Freitagabend. Text/Foto: Gerhard Bauer

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