DETTELBACH

Helmut-Rothemund-Medaille für Robert Finster

Die Überraschung war gelungen: Bundestagsabgeordneter Martin Burkert überreichte die Helmut-Rothemund Medaille an Robert Finster.
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Gut besucht war der Saal im historischen Rathaus in Dettelbach am gestrigen Sonntag. Dorthin hatte die Landkreis-SPD zum Neujahrsempfang eingeladen. Als Hauptredner war der Bundestagsabgeordnete Martin Burkert gekommen. Foto: Fotos: Robert Haass
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Die Überraschung war gelungen: Am Ende des Neujahrsempfang der Kreis-SPD im historischen Rathaus in Dettelbach am Sonntagvormittag überreichte Festredner Bundestagsabgeordneter Martin Burkert die Helmut-Rothemund Medaille an Robert Finster. Der war gleichzeitig überrascht, erfreut und auch ein klein wenig gerührt über die Ehrung.

Denn, so Finster, Rothemund war einer der Politiker, die für ihn Vorbild und auch Antrieb zum Einstieg in die Politik waren. Mit der Medaille ehrt die bayerische SPD Personen, die sich um sozialdemokratische Politik im Freistaat verdient gemacht haben. Seit 1969 ist Finster in der SPD engagiert und hat dabei zahlreiche Ämter übernommen. Im Ortsverein Mainbernheim war er Kassier, Revisor und Beisitzer, im Kreisverband hatte er von 1999 bis 2006 den Vorsitz inne und ist heute noch Stellvertreter. Seit 2002 ist er stellvertretender Landrat, leitet als Vorsitzender die Baugenossenschaft Kitzingen und ist auch in anderen Bereichen ehrenamtlich tätig.

Vor der Auszeichnung war natürlich, wie bei allen politischen Neujahrsempfängen in diesem Jahr, die Flüchtlingsproblematik das Thema von Martin Burkert, der im Bundestag Vorsitzender im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur ist. Burkert ist hoffnungsvoll, die Lage meistern zu können, wenn die Sorgen der Menschen ernst genommen werden und bei allen Anstrengungen niemand auf der Strecke bleibt: Der gesellschaftliche Zusammenhalt muss gewahrt bleiben.

Aber: Die Geschwindigkeit des Flüchtlingszustroms muss reduziert werden, was aber nicht durch ein Europa der Zäune und Mauern erreicht werden kann. Schritte dazu wurden bereits eingeleitet, etwa durch die Einstufung der Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer, die schnellere Bearbeitung von Asylverfahren und den Versuch, die Situation in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten zu verbessern und die Fluchtursachen zu bekämpfen. Klar ist dabei auch: „Es gibt hier keine einfachen und schnellen Lösungen“, so Burkert, deshalb muss der Blick auf die langfristige Integrationsaufgabe gerichtet sein.

Positiv sieht der Abgeordnete die Rolle der SPD in der Großen Koalition in Berlin: „Es war wichtig in diese große Koalition zu gehen“, so Burkert, denn sonst wären Themen wie der Mindestlohn, die Leistungen für Pflegebedürftige, die Familienleistungen, die Mietpreisbremse und vieles mehr nicht auf dem heutigen Stand.

In seinem Bundestagsausschuss „herrscht ein ganz vernünftiges Verhältnis zum Minister“, Alexander Dobrindt, der erst vor einer Woche auf der Parallelveranstaltung der CSU Gast war. In vielen Bereichen, etwa den Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, die Ausweitung der Lkw-Maut oder dem Schienenlärmschutz herrsche weitgehend Übereinstimmung. Es gibt aber auch Konfliktpunkte, etwa bei den Gigalinern, deren Einsatz vom Minister vorangetrieben wird. Der Blick in die Zukunft zeigt,dass es bei der Begrenzung der Leiharbeit, dem „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ für Mann und Frau oder auch in der Rentenpolitik noch einige Baustellen abzuarbeiten gilt.

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