HELLMITZHEIM/KITZINGEN

Hellmitzheim: ein ausgezeichnetes Dorf mit Zukunft

Gerade mal 390 Menschen leben in Hellmitzheim. Trotzdem hatte der kleine Ort im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Kreis die Nase vorn. Das hat Gründe.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hellmitzheim hat Zukunft: Landrätin Tamara Bischof überreichte im Sitzungssaal des Landratsamts die Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an (von links) Ludwig Weigand, Renate Müller und Josef Mend. Foto: Foto: Gerhard Bauer

Der Iphöfer Stadtteil Hellmitzheim wurde im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde im großen Sitzungssaal des Landratsamts überreichte Landrätin Tamara Bischof am Freitag die Urkunde an Bürgermeister Josef Mend, seinen Stellvertreter und Ortssprecher Ludwig Weigand sowie Ortsbäuerin Renate Müller.

Viele Hellmitzheimer Bürger waren in den Sitzungssaal geströmt, um die Früchte ihrer Arbeit entgegen zu nehmen. Ihr zukunftweisendes Engagement würdigte Landrätin Bischof. Im Landkreis stellten sich alle Orte aktiv dem Wandel, betonte sie. Die Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ helfe Kräfte zu bündeln, mit Lust und Freude gemeinsam zu planen und umzusetzen. Nach Sulzfeld, Sommerach und Mainstockheim habe sich nun auch Hellmitzheim dem Urteil der Wettbewerbs-Jury gestellt.

Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Sommerachs Bürgermeister Elmar Henke sah in der Verantwortung, sich dem Wettbewerb zu stellen, auch eine Voraussetzung, um in Gemeinschaft zu gestalten. Daraus wiederum entstehe Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Lebensqualität stehe dabei für Nähe, Heimat und Selbstbewusstsein.

Schon bei der Bestandsaufnahme, so Henkes Erkenntnisse aus seiner Heimatgemeinde, sei viel Bemerkenswertes entdeckt worden. Gerade das Einbeziehen der Bevölkerung sichere die Nachhaltigkeit, fördere Fleiß und Mut zugunsten von mehr Lebensqualität.

Überraschende Motivation

Der Wettbewerb sei so vielschichtig wie die Teilnehmer-Gemeinden, sagte Mainstockheims Bürgermeister Karl- Dieter Fuchs. Früher habe er selbst geglaubt, mit Mainstockheim nicht antreten zu können. Schließlich teile die Staatsstraße das Dorf unschön in eine Ost- und eine Westhälfte. Von Kreisfachberaterin Mechthild Engert und anderen Teilnehmern angesprochen habe sich plötzlich aus dem Gemeinderat eine Schar von Mithelfern gefunden. Selbst sonst eher zurückhaltende Bürger seien motiviert worden.

Geblieben seien nach dem Wettbewerb noch einige Mankos, obwohl die Gemeinde drei Jahre nach ihrem Antreten die Silbermedaille auf Bezirksebene bekam. Damit sei man in Mainstockheim zunächst zufrieden, werde sich aber dem Wettbewerb erneut stellen. Eine der Ideen sei es, aus einer ehemaligen Sandgrube einen Altwasserbereich zu schaffen.

Alle Generationen an einem Strang

Bischof lobte die Beteiligung aller Generationen in Hellmitzheim und verlieh die Urkunde an den Landkreissieger im 26. Bundeswettbewerb. In ihrer bebilderten Laudatio listete sie die Vorzüge auf, die die Jury bei ihrer Bewertung festgehalten hat. Sie freue sich schon heute auf das, was die Bürger im 390 Einwohner starken Ort in drei Jahren berichten.

Bürgermeister Josef Mend sprach von einem starken Tag für den Iphöfer Stadtteil Hellmitzheim. Dieser habe sich nach dem Zweiten Weltkrieg wegen der Zerstörungen auf einem Tiefpunkt befunden. Erst in den 90er Jahren seien letzte Kriegsschäden beseitigt worden. Er selbst habe erst mit dem Antrag auf Städtebauförderung damit begonnen, sich mit dem Wettbewerb auseinander zu setzen. Die Mühen der letzten Zeit begännen nun Früchte zu tragen.

Blick auf die nächste Runde

Der Impuls sei von Ortsbäuerin Renate Müller gekommen, erklärte Ortssprecher und zweiter Bürgermeister Weigand. Den letzten Anstoß habe Kreisfachberaterin Mechthild Engert gegeben. Nun begeistere ihn die Zahl der Teilnehmer, die sich eingebracht haben. Hellmitzheim werde im nächsten Jahr wieder antreten, um voranzukommen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.