GEISELWIND

Haushalt ist unter Dach und Fach

Der Haushalt 2016 für die Marktgemeinde Geiselwind ist unter Dach und Fach. Am Montag segnete die Ratsrunde die Planungen von Kämmerin Karin Lehrieder einstimmig ab.
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Der Haushalt 2016 für die Marktgemeinde Geiselwind ist unter Dach und Fach. Am Montag segnete die Ratsrunde die Planungen von Kämmerin Karin Lehrieder einstimmig ab.

Bürgermeister Ernst Nickel beschrieb das Zahlenwerk in seiner Haushaltsrede als ein erneutes Werk voller Herausforderungen, die in immer kürzeren Zeitabständen auf die Gemeinde zukommen. Er nannte die Sicherung und Modernisierung der Wasserversorgung als Pflichtaufgabe, die zur Herkulesaufgabe werde und versprach gleichzeitig, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Nickel will dabei aber auch die Sorgen und Nöte der Bürger nicht hintanstellen oder gar vergessen.

Kämmerin Lehrieder bezeichnete den Haushalt 2015 als planmäßig verlaufen. Da geplante Kredite nicht aufgenommen werden mussten, sei die Marktgemeinde nach wie vor schuldenfrei. Sie wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die Kosten für den Innopark Geiselwind mit rund 4,5 Millionen Euro bis 2018 – mit Option auf Verlängerung – auf einem ausgelagerten Konto stünden und sich daher im Haushalt nicht niederschlagen.

Der Verwaltungshaushalt 2016 steht mit einem Volumen von 5 170 565 Euro (Vorjahr: 4 839 800 Euro) in der Haushaltssatzung. Als maßgebliche Einnahmen nannte Lehrieder die Grundsteuern A und B mit 257 000 Euro, 520 000 Euro Gewerbesteuer und 900 000 Euro aus der Einkommensteuerbeteiligung. Zuweisungen und Zuschüsse belaufen sich auf 409 110 Euro. Die mit 696 765 Euro angegebenen Schlüsselzuweisungen werden durch die Kreisumlage von 740 000 Euro mehr als aufgezehrt. Die Haushaltslage erlaubt es der Kämmerei, dem Vermögenshaushalt 268 440 Euro (2015: 91 705 Euro) aus dem Verwaltungshaushalt zuzuführen.

Die Wasserverbrauchsgebühren bleiben mit 3,02 Euro/Kubikmeter ebenso unverändert wie die Kanalbenutzungsgebühr mit 2,93 Euro/Kubikmeter. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer bleiben mit jeweils 350 Prozent ebenfalls unverändert. Da die Gebühren im Bestattungswesen nicht kostendeckend sind, empfiehlt die Kämmerei über eine Gebührenerhöhung nachzudenken. Zur Finanzierung des mit 3 032 144 Euro angegebenen Vermögenshaushaltes (2015: 3 730 800 Euro) stehen neben dem Übertrag aus dem Verwaltungshaushalt Investitionszuweisungen von 813 500 Euro und eine Rücklagenentnahme von 711 639 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Beiträge und andere Entgelte mit 1 070 000 Euro. Damit will die Marktgemeinde vor allem Baumaßnahmen, wie die Breitbanderschließung und Investitionen in die Wasserversorgung, mit einem Volumen von 2 155 350 Euro stemmen.

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