MAINBERNHEIM

Haus am Oberen Tor wird verkauft

Das Wohngebäude mit angrenzender Scheune am Oeren Stadttor in Mainbernheim wird zum Verkauf angeboten. Mit der Neugestaltung der Fläche wird Parkraum geschaffen.
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Mit einer Gegenstimme hat der Stadtrat Mainbernheim entschieden, dass ein Teil des Areals in der Nürnberger Straße 2 – das Wohngebäude mit angrenzender Scheune und Umgriff vorm Oberen Stadttor – zum Verkauf angeboten werden soll.

Die Mehrheit sprach sich zudem für eine der aktualisierten Gestaltungsvarianten des Planungsbüros Haines-Leger für das Gesamtareal aus. Kaufinteressenten können sich noch melden, sagte Bürgermeister Peter Kraus. Im Frühjahr 2016 hatte die Stadt das Grundstück mit zugehöriger Doppelhaushälfte und der Natursteinscheune gekauft, das direkt an der Stadtmauer und am Oberen Tor liegt. Durch Abriss eines Nebengebäudes ist der Blick auf die Stadtmauer nun wieder erlebbar. Auf einer Teilfläche des Areals, die im Eigentum der Stadt verbleibt, sollen Quartier-Stellplätze entstehen.

Die vom Stadtrat beabsichtigten Ziele seien erreicht; die Einnahmen beim Verkauf könnten in ein anderes städtisches Projekt investiert werden, fasste Stadtrat Oskar Münzer das Anliegen der Stadt zusammen.

Bewerber für das Gebäude

Nach Präsentation mehrerer Gestaltungsvorschläge in der Mai-Sitzung hat Bürgermeister Peter Kraus mit Stadtplanerin Yvonne Slanz, mit Kaufinteressenten und Anwohnern des angrenzenden Grundstücks Gespräche geführt. Zwischenzeitlich gebe es einen ernsthaften Bewerber für das Wohngebäude, der den Anbau sanieren und in den Hang eine Doppelgarage integrieren würde.

Bliebe das Anwesen im Eigentum der Stadt, müsste das rückwärtige Nebengebäude aus Kostengründen bis auf den Gewölbekeller zurückgebaut werden. In der favorisierten Gestaltungsvariante könnten auf der öffentlichen Fläche fünf Parkplätze entstehen und angrenzend ein Weg, der eine direkte Verbindung zum Stadttor ermöglicht.

Die Einfahrt auf das öffentliche Areal und die Garage des Wohngebäudes ist von der Poststraße aus vorgesehen. Eine barrierefreie Erschließung wird schwierig: Der große Höhenunterschied macht eine Rampe unwahrscheinlich. Das Gefälle hierfür wäre mit 19 Prozent zu hoch, so Planerin Sylvia Haines. Der Weg über die Poststraße und die Nürnberger Straße habe im Schnitt sechs bis sieben, maximal 11 Prozent Gefälle und sei daher besser geeignet. In diesem Punkt will sich die Stadt mit der Regierung und dem Landesamt für Denkmalpflege abstimmen.

Neues aus der interkommunalen Zusammenarbeit

Außerdem informierte der Bürgermeister über Neuigkeiten aus der interkommunalen Zusammenarbeit: Die „Allianz südöstlicher Landkreis Kitzingen“ folgte dem Entwurf des Büros „Zudem“ und nennt sich künftig „7/22 Südost“. Zur Allianz haben sich 2014 die sieben Kommunen Iphofen, Mainbernheim, Martinsheim, Markt Einersheim, Markt Seinsheim, Markt Willanzheim und Rödelsee mit 22 Ortschaften und 13 000 Einwohnern zusammengeschlossen. „Unsere Heimat. Unser Weg“ – dahinter stecke der Wille, die Region in Kooperation zu gestalten.

Das Grafikbüro wird auch ein Kursbuch erstellen, in dem die Projekte der Allianz „7/22 Südost“ beschrieben werden. Aktuelle Projekte seien ein gemeinsames Flächen- und Immobilienmanagement sowie die Entwicklung eines ländlichen Kernwegenetz-Konzepts.

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