Etwashausen

Hans Schardt gibt Bayern-Vorsitz ab

Nach zehn Jahren mit Höhen und Tiefen im Verein kandidiert Schardt nicht mehr. Ein Nachfolger ist aber bereits gefunden.
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Die Vereinsleitung von Bayern Kitzingen und ihr Ehrenvorsitzender (von links): Erwin Klaffke, Robert Geitz, Burkhard Straßberger, Richard Niedermeier, Ehrenvorsitzender Hans Schardt, Christian Korn und Toni Orth. Foto: Gerhard Bauer

Die Fußballvereinigung Bayern Kitzingen hat einen neuen Vorsitzenden. In der Mitgliederversammlung am Freitag gab der seit 2009 amtierende Vorsitzende Hans Schardt bekannt, dass er nicht mehr kandidieren werde.

Seinem letzten Rechenschaftsbericht stellte er voran, dass in den zehn Jahren seiner Amtszeit viel bewegt worden sei, aber auch bittere Zeiten mit Höhen und Tiefen wegzustecken gewesen seien. So habe der Verein 2011 sei 100-jähriges Bestehen feiern können und wenig später ein Hochwasser einschließlich der deshalb zu erneuernden Heizung bewältigen müssen. Dank umfangreicher Eigenleistungen und der Unterstützung vieler Betriebe aus der Stadt und dem Landkreis sei das gelungen.

Schardt: Arbeit hat Freude gemacht

Sportlich habe es den Aufstieg in die Landesliga gegeben. Nach außen habe sich der Verein immer gut verkauft. Auch wenn nicht immer alles reibungslos gelaufen sei, habe die Arbeit doch Freude gemacht und zur Stärkung des Ehrenamtes beigetragen. Als einen Schock bezeichnete er die Nachricht aus dem Jahr 2015, dass das Brauhaus Schweinfurt Insolvenz anmeldete und die Bayern die Hälfte ihres Vereinsheimes kaufen mussten. Dabei habe die Brauerei Kesselring unter die Arme gegriffen. Allerdings stehe die vorhandene Wohnung noch leer. Schardt bat für die Absage einer Kandidatur um Verständnis, aber Familie, Betrieb und der eigene Körper forderten mehr Rücksichtnahme.

Kassier Robert Geitz berichtete trotz des teilweisen Erwerbs des Bayern-Heims von ausgewogenen Finanzen; es bestehe nur noch ein kleines Darlehen. 

Aus der Fußballabteilung berichtete Erwin Klaffke, dass sich die Mannschaften in den Ligen etablieren konnten. Die erste Mannschaft belege in der Kreisklasse I wie die U23 in der A-Klasse einen zweiten Rang.

Kitzingen fragt wegen Spielgemeinschaft an

Jugendleiter Christian Korn betreut derzeit 116 Jugendliche, die Altersklassen U7 bis U19 seien durchgängig besetzt. Alle bewegten sich im Tabellenmittelfeld mit Ausnahme der U17, die auf dem dritten Platz liege. Korn berichtete weiter von einer Anfrage des SSV Kitzingen wegen der Gründung einer Jugendspielgemeinschaft.

Die Wahlleitung übernahm Stefan Güntner. Von den rund 400 Mitgliedern waren 23 Wahlberechtigte anwesend. Sie wählten Richard Niedermeier zum neuen Vorsitzenden. Als Stellvertreter wurden Toni Orth und Burkhard Straßberger bestätigt, ebenso Robert Geitz als Schatzmeister und Birgit Donaldson als Schriftführerin, Aktiven-Abteilungsleiter Erwin Klaffke und Jugendleiter Christian Korn. Pressewart ist Erwin Klaffke. Als Beisitzer fanden sich Jürgen Dehn, Richard Müller, Dieter Wallrapp, Tom Reiner und Florian Nöth. Die Kasse prüfen Detlef Schneidawind und Klaus Startz.

In einer ersten Amtshandlung ernannte Niedermeier seinen Vorgänger Hans Schardt zum Ehrenvorsitzenden. Er habe immer wieder den Kopf hingehalten und sehr bewegte Jahre gemeistert. Als Zeichen der Würdigung seiner Verdienste sei der Ehrenvorsitz gerechtfertigt.

Mitgliedsbeiträge werden 2020 erhöht

Einem Vorschlag von Toni Orth folgend erhöhte die Versammlung die Mitgliedsbeiträge zum 1.1.2020 für Erwachsene um zehn auf 75 Euro, für Jugendliche um fünf auf 43 Euro und für Familien auf 95 Euro. Zur Begründung unterstrich Orth, dass sich der Verein hoch qualifizierte Trainer leiste, die bezahlt werden müssten.

In seinem Schlusswort merkte der neue Vorsitzende Niedermeier an, er habe lange überlegt, ob er kandidiere. Dann aber habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein bewährtes Team eine Fortsetzung finden müsse. Genau auf diese Erfahrung seiner Mitstreiter zähle er jetzt, denn er wolle nicht den Bestand pflegen, sondern den Verein auf die Zukunft ausgerichtet gestalten.

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