VOLKACH

Hallenbad bekommt Rundumkur

Den ersten Schritt hin zur Sanierung des Hallenbads hat der Stadtrat getan. Möglicherweise, so die Planerin, könnte das runderneuerte Bad Anfang 2018 eröffnet werden.
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Rettung in Sicht: Das Hallenbad zeigt bauliche Schwächen und muss erneuert werden. Foto: Foto: PETER PFANNEs

Der erste Schritt hin zur Generalsanierung des Volkacher Hallenbads ist getan: Der Stadtrat stimmte am Montagabend einstimmig der Vorplanung des millionenschweren Vorhabens zu. Wer da allerdings konkrete Zahlen hören wollte, wurde enttäuscht. Die werde es erst geben, wenn mit der nächsten Planungsstufe mehr Kostensicherheit gewährleistet sei, so Bürgermeister Peter Kornell.

Einige Eckpunkte beim Kostenrahmen stehen dennoch: Der Stadtrat hat sich laut Kornell von einem möglichen, aber kostspieligen Kleinkinderbereich verabschiedet. Und die mit geschätzten sieben Millionen Euro teuerste Ausbauvariante – mit Außenbereich und Liegewiese – ist zwar wünschenswert, aber auch in finanziell weiter Ferne. Allerdings: Durch die Sanierungsarbeiten werde diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen, erklärte Kornell.

Besserer Blick aufs Becken

So bleibt es bei der einfachste Variante, die mit 4,4 Millionen Euro angesetzt ist. „Das wird nicht reichen“, meinte der Bürgermeister. Immerhin könne die Stadt mit einer Förderung für die Erneuerung rechnen, die um die 50 Prozent oder „etwas niedriger“ liegen könnte.

Die Stadt könnte jeden Extra-Euro brauchen. Schließlich muss eine Menge saniert werden in dem vor rund 40 Jahren gebauten Hallenbad. Thomas Kalman vom Architekturbüro Krieger zählte dazu einiges auf: Das Bad wird barrierefrei, bekommt neue Duschen und Umkleiden, das enge Foyer wird großzügiger ausgebaut. Der Schwimmmeister erhält ein neues Zuhause mit besserem Blick aufs Becken, das Personal einen eigenen, kleinen Anbau mit Sozialräumen.

Nicht gerade billig wird wohl auch die Sanierung der baulichen Schäden. Der Beton – vor allem unter der Schwimmhalle – hat laut Kalman an etlichen Punkten tiefer gehende Probleme, die aber durch eine Versiegelung zu beheben seien. Einen größeren Eingriff brauche das Dach. Das Holz sei so stark durch Feuchtigkeit geschädigt, dass die Konstruktion weg müsse. Das einstige Flachdach darunter werde erneuert und mit einer Wärmedämmung optimiert.

Die Rundumkur trifft auch das Schwimmbecken. Das soll eine neue Auskleidung bekommen. Allerdings nicht in Edelstahl, wie einmal angedacht. Eine Auskleidung in Keramik sei die wirtschaftlichste Lösung erklärte Kalman. Die Ersparnis liege bei rund 200 000 Euro. Der Planer komplettierte seine Vorstellung mit ein paar Zahlen: Rund 350 000 Euro würden alleine die Abbrucharbeiten kosten, gut 400 000 Euro die Erweiterung des Foyers und der Personalbereich zusammen. Etwa 100 000 Euro setzte er für die Betonsanierung an und 30 000 Euro für die dringend nötige Erneuerung der Filteranlage.

Baubeginn nach Weihnachten

Einen möglichen Zeitplan für die Generalsanierung skizzierte Beate Rudelgast vom Planungsbüro WSP. Die Entwurfsplanung könne schon Ende Mai vorliegen und dann – wegen der Zuschüsse – mit der Regierung von Unterfranken abgestimmt werden. Wenn danach alles normal ablaufe, könnten die Bauarbeiten nach den Weihnachtsferien beginnen. Rudelgast glaubt bei optimalem Verlauf an eine Eröffnung des Hallenbads Ende Februar 2018.

Den Sinn der teuren Generalsanierung machte Kornell abschließend deutlich: „Wir brauchen eine Schulschwimmstätte, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.“

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