WIESENTHEID

Grundsätzliches Ja zur Krippe im Sportheim

Die Mitglieder des TSV/DJK Wiesentheid stimmten grundsätzlich für eine Nutzung des einstigen DJK-Vereinsheimes als Kinderkrippe.
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Toben, was das Zeug hält: In der Krippe der Kita Regenbogenland herrscht viel Leben. Foto: Ulrike Müller
Toben, was das Zeug hält: In der Krippe der Kita Regenbogenland herrscht viel Leben. Foto: Ulrike Müller

Die Mitglieder des TSV/DJK Wiesentheid stimmten grundsätzlich für eine Nutzung des einstigen DJK-Vereinsheimes als Kinderkrippe. Der Vorstand kann nun Gespräche mit der Gemeinde führen, um die dazu notwendige Rückgabe des bestehenden Erbbaurechts zu besprechen.

Bei sechs Gegenstimmen votierte die Mehrheit der rund 40 Mitglieder dafür. Der Sportverein hatte eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt, nachdem im Wiesentheider Gemeinderat der Gedanke aufgekommen war, dass womöglich hier ausreichend Platz für die im Markt benötigte Kinderkrippe sei.

TSV/DJK-Vorsitzender Harald Rößner hatte zunächst den Ist-Stand vorgetragen. Der Verein sei durch den Unterhalt von insgesamt drei Vereinsheimen auf Dauer finanziell stark belastet, die Gebäude werden ehrenamtlich verwaltet und unterhalten, was mit viel Arbeit verbunden sei, zumal die freiwilligen Helfer nicht mehr würden.

Die Gemeinde sei an den Verein herangetreten, ob sich dieser eine Nutzung des Sportheims als Krippe vorstellen könne. Der Vorstand habe eine Entscheidung offen gehalten und wolle zunächst die Mitglieder fragen.

In der Versammlung wurde zunächst zum Teil leidenschaftlich diskutiert. Vorstandsmitglied Eleonore Warta wies auf die für manche schwere Entscheidung hin, weil „viel Herzblut“ einiger Mitglieder am Gebäude hinge. Schließlich habe man in den Bau viel eigene Arbeit gesteckt. Sie gab zu bedenken, dass das Gebäude derzeit kaum genutzt werde. Eine Nutzung als Kinderkrippe für die Wiesentheider Kinder sei ihr wesentlich lieber als eine andere.

Manche der Mitglieder sahen es eher pragmatisch, die drei zu unterhaltenden Gebäude seien ein hoher Kostenfaktor, der den Verein belaste. Bei all der Sentimentalität müsse man das bedenken. Schließlich einigte sich die Versammlung auf einen Kompromiss. Das Gebäude solle nur für soziale Zwecke genutzt werden. Der Verein wolle die Räume im Dachgeschoss weiter als Trainingsraum für die Tanzsport-Abteilung hernehmen.

Die Umkleidekabinen im Keller sollen den Fußballern weiter zur Verfügung stehen, außerdem müsse ein Zugang zu den technischen Anlagen wie Bewässerung und Flutlicht für die Sportplätze gewährleistet sein.

Unter diesen Prämissen werde der Vorstand ermächtigt, mit der Gemeinde zu verhandeln.

Der erst kürzlich in den Raum geworfene Neubau eines Krippengebäudes auf einer Trainingsfläche des Sportgeländes sei eine weitere von mehreren Optionen, so Vorsitzender Rößner. Über diese Variante sei noch nicht konkret gesprochen worden. Das Thema Kinderkrippe geht in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag, 15. Dezember, in die nächste Runde.

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