ALBERTSHOFEN

Großbrand fordert die Wehr

Der Großbrand im Betrieb Gimperlein im Januar hat die Albertshöfer Feuerwehr besonders gefordert. Aber auch sonst waren die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr mit elf Einsätzen sowie Schulungen und Übungen erheblich mehr unterwegs als in Durchschnittsjahren.
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Vor dem Einsatzfahrzeug in Albertshofen postierten sich Kommandant Matthias Hofmann, stellvertretender Landrat Paul Streng, Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht, Katharina Riedel, André Busigel, Nina Busigel, Markus Feld, Richard Hofmann, Bernd Müller, Julia Hollenbacher, Doris Müller, Thomas Hollenbacher, Norbert Uhl und Vorsitzender Peter Reidelbach. Foto: Pascal Philp Foto: Pascal Philp

Der Großbrand im Betrieb Gimperlein im Januar hat die Albertshöfer Feuerwehr besonders gefordert. Aber auch sonst waren die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr mit elf Einsätzen sowie Schulungen und Übungen erheblich mehr unterwegs als in Durchschnittsjahren.

„Ihr seid eine gute Truppe und habt beim Großbrand Eure Leistungsfähigkeit bewiesen.“ So lobte Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht die Feuerwehr Albertshofen in der Jahreshauptversammlung. Auch Kommandant Matthias Hofmann war voll des Lobes über seine Mannschaft, die anpacken, eingreifen – aber auch feiern kann.

Gefordert wurde die Wehr mit ihren 49 Aktiven im Januar beim Großbrand des Produktionsbetriebs der Kameraden Elmar und Christian Gimperlein. „Hier zeigte sich, dass Löschwasser auf unseren Fahrzeugen ein Muss ist“, so der Kommandant. Wegen der Dunkelheit waren die unter einer Schneedecke liegenden Hydranten schwer zu finden. Die Kameraden waren fast zehn Stunden im Einsatz, um den Brand zu bewältigen. Bürgermeister Horst Reuther stellte als Feuerwehrmann am Ende fest: Der Ort hält zusammen.

Wie Hofmann sagte, werde das Thema Digitalfunk die Wehr heuer beschäftigen. Dirk Albrecht empfahl dringend, die Schulungsangebote wahrzunehmen. Wie der Kommandant ankündigte, bekommt die Wehr im Frühjahr ein Hochwasserboot und wird so bei Maineinsätzen noch besser. Hofmann dankte den Einsatzkräften und Jugendwehrlern sowie Erika und Werner Zahn, die 400 Euro aus einer Tombola gespendet hatten.

„Die jungen Leuten brauchen solche Vorbilder wie Sie.“ Das sagte der stellvertretende Landrat Paul Streng zu Doris Müller, Thomas Hollenbacher und Norbert Uhl. Sie erhielten für 40 Jahre aktiven Dienst das Staatliche Feuerwehrehrenzeichen. Doris Müller war lange Zeit die einzige Frau in der Wehr und bekleidet seit 1979 den Vorstandsposten. Thomas Hollenbacher war Berufsfeuerwehrmann bei der US-Army und ist heute Gruppenführer. Norbert Uhl war vier Jahre lang Jugendwart und ist seit 30 Jahren Maschinist.

Nach 50 Jahren Mitgliedschaft und langen Jahren im Vereinsvorstand ernannten die Albertshöfer den „Feldherrn“ Richard Hofmann zum Ehrenmitglied. Matthias Hofmann freute sich, die neu gestaltete Ehrenurkunde an seinen Vater überreichen zu können. Bürgermeister Horst Reuther zollte allen Einsatzkräften seinen Respekt. Das neue Feuerwehrgerätehaus sei eine tolle Sache, um die manche die Albertshöfer beneiden würden.

Wie Jugendwart Thomas Hofmann sagte, hat die Jugendgruppe noch vier Mitglieder, weil Rebecca Reidelbach in die aktive Wehr überwechselte. Der Jugendwart lud zu einem Werbetag am 9. Mai ein. Vorsitzender Peter Reidelbach ging auf gesellschaftliche Ereignisse ein und erinnerte unter anderem an die Floriansfeier in Seinsheim, aber auch an das Albertshöfer Oktoberfest, den Schlachttag und die Schafkopf-Sonntage.

André Busigel informierte über den Spielmannszug, der ein Werbeträger für die Feuerwehr sei. Für die Sanitätsbereitschaft hob Alfred Sattes das gute Miteinander hervor.

Die Geehrten: 40 Jahre aktiv: Doris Müller, Thomas Hollenbacher, Norbert Uhl; 30 Jahre aktiv: Dirk Reidelbach, Sven Reitmeier; 20 Jahre aktiv: Nina Karg, Julia Hollenbacher; zehn Jahre aktiv: Tobias Kesselring, Bernd Müller, Katharina Riedel, Stefan Thomann, Markus Feld; 70 Jahre Mitgliedschaft: Ernst Will; 60 Jahre Mitgliedschaft: Emil Uhl.

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