WILLANZHEIM

Größere Grundstücke im Baugebiet Ebental

Die Weichen für den zweiten Bauabschnitt im Willanzheimer Baugebiet Ebental IV wurden in der Sitzung des Gemeinderates im Willanzheimer Rathaus gestellt.
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Erweiterung geplant
(hh) Die Gemeinde Willanzheim fasst eine Erweiterung des Baugebiets Ebental ins Auge. Laut einer ausgearbeiteten Machbarkeitsstudie des Landschaftsarchitekten Frieder Müller-Maatsch aus Burghaslach könnte eine Erweiterung durch zwei mögliche Varianten verwirklicht werden. Vorgesehen ist, Ebental IV in zwei Abschnitten zu realisieren. Die eine Variante des Bauabschnitts sieht elf Bauplätze vor, die nur einer Stichstraße bedürfen und nicht an die Staatsstraße von Mainbernheim angeschlossen würden. Auf dieser Basis würden die reinen Herstellungskosten 90 Euro pro Quadratmeter betragen. Die zweite Variante bekäme eine Zufahrt von der Staatsstraße und würde Herstellungskosten von 110 Euro pro Quadratmeter haben. Die Räte lassen sich jetzt die Variante ohne die Staatsstraßenanbindung exakter ausarbeiten, um eine Basis für weitere Planungsstufen zu bekommen. Foto: Foto: Hartmut Hess

Die Weichen für den zweiten Bauabschnitt im Willanzheimer Baugebiet Ebental IV wurden in der Sitzung des Gemeinderates im Willanzheimer Rathaus gestellt. Zusammen mit Landschaftsarchitekt Frieder Müller-Maatsch aus Burghaslach wurden Bebauungsplan und Festsetzungen besprochen und überarbeitet. Insgesamt stehen 14 Bauplätze zur Verfügung.

Nachdem der erste Abschnitt erschlossen ist und derzeit keine Bauplätze mehr frei sind, gehe es nun darum, neue zu schaffen, „denn die Nachfrage ist da und manche junge Willanzheimer kommen wieder in den Heimatort zurück und gründen eine Familie“, sagte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert. Bei der Überplanung habe im Vordergrund gestanden, mehr Bauland und weniger Freiflächen zu schaffen. Aus diesem Grund soll das Wasserrückhaltebecken an der Nordostseite entstehen und die geplante Baumreihe an der Nordseite dieses Bauabschnitts zu einem etwa acht Meter breiten Grünstreifen mit Bäumen und Gehölzen ohne Graben werden.

Aufwertung des Baugeländes

Planer Müller-Maatsch erläuterte die neuen Überlegungen, um die Oberflächenentwässerung anders zu organisieren. So soll nun eine Entwässerungsachse entstehen, die gleichzeitig eine Rückhaltefunktion besitzt. Diese soll nun anstelle des bislang geplanten Grabens am Nordrand des Baugeländes in das Baugebiet und auf die Nordseite der Straße verlegt werden, „so dass etwas größere Grundstücke entstehen“. Eine Vorgabe für Zisternen ist nicht vorgesehen.

Eine kurze Debatte gab es zu dem vom Planer vorgeschlagenen Grundsee im Rückhaltebecken, der eine Aufwertung des Baugeländes und des Siedlungsbildes bringen könnte. Für das Gewässer sprach sich die Ratsmehrheit aus. Vorgesehen sind Vorkehrungen am Westrand, um bei Starkregen Wasser vom Ackerland aufzufangen. Der Rat votierte geschlossen dafür, Parkplätze nicht quer, sondern längs zur Fahrtrichtung anzulegen, die Zufahrten zu den Grundstücken nicht vorzugeben „und bei den Stellplätzen flexibel zu bleiben“, wie es Müller-Maatsch angeregt hatte. Die Anbindung an das alte Baugebiet soll als Grünweg zunächst erhalten bleiben. Die Bürgermeisterin schlug vor, diesen Punkt aus der Betrachtung heraus zu halten und dann später als Nachtrag zu klären, was Zustimmung im Rat fand. Bleiben sollen Flurweg und Böschung zur Staatsstraße am Ostrand des künftigen Baugebiets.

Nicht nur rote Dachziegel

Die beiden Grundstücke am Ostrand mit einer jeweiligen Größe von knapp 1000 Quadratmetern werden als MD-Gebiet (Dorfgebiet) ausgewiesen. Der ursprünglich geplante Fußweg am Nordrand des Baulands wird gestrichen und als Ausgleichsfläche eingetragen. Einstimmig wurde beschlossen, die Anbindung an die Staatsstraße 2419 im Zuge der Erschließung des Baugebiets anzulegen, „denn es steigt die Attraktivität der Bauplätze, wenn die Anbindung an die Staatsstraße vorhanden ist“, so der Planer.

Bei den Festsetzungen einigte sich das Ratsgremium darauf, bei den Höhenangaben mehr Freiheit zu gewähren, eine Baulinie nur für Nebengebäude und Garagen festzulegen, eine Ost-West-Firstrichtung vorzugeben und die Baugrenzen zu verschieben.

Noch kein Beschluss wurde zum Punkt „Flachdächer oder flach geneigte Pultdächer im Innenbereich des Baugebiets“ gefasst, während bei der Farbe der Dacheindeckung nicht nur Rot zugelassen wird.

Für Car-Ports sind Flachdächer zulässig, während bei den Garagen die Dacheindeckung analog dem Haus entstehen soll.

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