Geiselwind

Grabstein-Skandal im Freizeitpark: Darum muss der Geiselwind-Chef vor Gericht

Eine 13-Jährige hatte im Freizeitpark Geiselwind vor dem "Horrorhaus" einen Grabstein ihres Opas entdeckt. Dem Betreiber droht eine hohe Strafe.
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Eine 13-Jährige hatte im Freizeitpark Geiselwind vor dem "Horrorhaus" eine Grabstein ihres Opas entdeckt. Nun steht der Betreiber vor Gericht. FOTO Frank Weichhan
Eine 13-Jährige hatte im Freizeitpark Geiselwind vor dem "Horrorhaus" eine Grabstein ihres Opas entdeckt. Nun steht der Betreiber vor Gericht. FOTO Frank Weichhan
Weil er echte Grabsteine mit Inschriften vor ein "Horrorhaus" in seinem Freizeitpark gestellt hat, muss der Betreiber vor Gericht. Das Amtsgericht Kitzingen habe wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe erlassen, wogegen Einspruch eingelegt wurde, teilte ein Sprecher der Würzburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.


Echte Grabsteine im Horrorhaus Geiselwind

"Der Strafbefehl ist daher nicht rechtskräftig." Einen Termin zur Hauptverhandlung habe das Amtsgericht Kitzingen aber noch nicht bestimmt. Für die Vorwürfe sind bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe möglich.
Für einen gelungenen Gruseleffekt hatte der Betreiber des Freizeit-Lands Geiselwind (Landkreis Kitzingen) im vergangenen Sommer echte Grabsteine genutzt. Eine 13-Jährige aus dem oberfränkischen Landkreis Lichtenfels hatte den Grabstein ihres 1996 verstorbenen Opas entdeckt und die Ermittlungen ins Rollen gebracht.


Die Grabsteine wurden nicht fachgerecht entsorgt

Eigentlich hatte die Witwe des Toten den Grabstein den Angaben zufolge zur fachgerechten Entsorgung an einen Steinmetz übergeben. Dieser hatte den Stein und sieben andere stattdessen an den Freizeitpark-Betreiber verkauft. Dieses Verhalten ist laut Staatsanwaltschaft nicht strafrechtlich relevant.

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