KITZINGEN

Gottesdienst zum Abschluss der Renovierung

Mit einem Festgottesdienst feierte die Evangelische Stadtkirchengemeinde Kitzingen die Sanierung des Kirchturmes. Regionalbischöfin Gisela Bornowski hatte dabei Premiere.
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_ Foto: Elli Stühler
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Mit einem Festgottesdienst feierte die evangelische Stadtkirchengemeinde Kitzingen die Sanierung des Kirchturmes. Regionalbischöfin Gisela Bornowski hatte dabei Premiere: Seit zwei Jahren im Amt, predigte sie zu diesem Anlass das erste Mal in der Stadtkirche.

„Eine Renovierung eines 66 Meter hohen Turmes ist schon etwas Besonderes. Was von unten manchmal so harmlos aussieht, entpuppt sich, wenn man oben ankommt, als gefährlich und als eine große Herausforderung. Es braucht eine gewissenhafte Planung und sorgfältiges Arbeiten – und auch eine Portion Mut und Vertrauen.“ Das konnte der Vorstand der Stadtkirche – nach einer Sitzung ganz oben – bestätigen.

Gäste im Gottesdienst waren eine Reihe von Handwerkern, Planern und Fachleuten, die an der Erneuerung des Turms mitgearbeitet hatten. Architekt Martin Zeltner stellte die Arbeiten vor, vom Gerüstbauer, Dachdecker, Zimmermann, Natursteinhandwerker und Kirchenmaler.

Die Petrini-Holzkonstruktion des Turmdaches wurde erneuert und mit Schieferplatten neu eingedeckt. Die Zifferblätter der Turmuhr wurden renoviert und der neu vergoldete Engel der Stadtkirche wieder an seinen Platz in luftiger Höhe gebracht. Insgesamt ein Jahr dauerte die gesamte Sanierung des Kirchturmes.

„Die Glocken des Turms sind ein hörbares Zeugnis des Glaubens.“
Gisela Bornowski Regionalbischöfin

Dekan Hanspeter Kern dankte den Spendern, die die Turmrenovierung mit ermöglicht haben. Überhaupt sei die Finanzierung Anlass zum Jubeln: „Die Kirchengemeinde Kitzingen und unsere Landeskirche haben immer noch die Möglichkeit und Mittel, ihre Gebäude zu erhalten und schön herzurichten – zu unserer Freude und zum Lobe Gottes. Der Turm zeigt zu Himmel, im übertragenen Sinne auf Gott und ist ein Wahrzeichen der Stadt Kitzingen.“

Die Glocken des Turms seien ein „hörbares Zeugnis des Glaubens,“ so die Regionalbischöfin in ihrer Predigt. „Die große Vaterunserglocke klingt nicht nur täglich um 21 Uhr – wo Sitzungen und Veranstaltungen im Paul-Eber-Haus unterbrochen werden und ein Vaterunser gebetet wird – nein, sie klingt sogar konfessionsverbindend.“ Auch die katholische Kirchengemeinde lasse sich von ihr zum Gebet rufen.

Der Engel auf dem Turm sei ein Zeichen für Gottes Nähe, Schutz und Segen, sagte die Bischöfin. Dies gelte besonders für die Handwerker, die am Turm „tolle Arbeit“ geleistet hätten und während der Renovierung vor Unfällen bewahrt worden seien. Ihnen überreichte Dekan Hanspeter Kern einen Miniatur-Turmengel aus Messing.

Musikalisch begleitet wurde die Turmweihe von Dekanatskantor Martin Blaufelder an der Orgel und dem Bläser-Ensemble Eckart. Anschließend gab es einen Empfang im Paul-Eber-Haus, mit Grußworten von Landrätin Tamara Bischof und Bürgermeister Klaus Heisel als Vertreter der Stadt.

Die geschätzten Kosten liegen bei 376 000 Euro. Die Stadt Kitzingen steuert 37 600 Euro bei, die Sparkassenstiftung 3000 Euro, die Landeskirche 188 000 Euro und die Denkmalpflege 20 000 Euro. Dazu kommen 128 000 Euro Eigenmittel.

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