Münsterschwarzach

Glückwunsch zum 90., Bruder Alban!

Eigentlich wäre Bruder Alban gern als Missionar nach Afrika oder Asien gegangen. Missionar wurde er, allerdings in Deutschland – und blieb das über 60 Jahre.
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Bruder Alban Schneider Foto: Abtei

Bruder Alban Schneider feiert am 1. April seinen 90. Geburtstag in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Als Alfons Schneider, wie er mit Taufnamen heißt, kam er am 1. April 1929 in Pfraunfeld (Landkreis Weißenburg) zur Welt. Im Kloster erhielt er den Ordensnamen Bruder Alban.

Nach der Volksschule lernte Alfons Schneider in einer Treuchtlinger Bäckerei das Bäckerhandwerk. Nach der Gesellenprüfung arbeitete er noch ein Jahr in diesem Betrieb, aber schon währenddessen reifte in ihm der Wunsch, als Ordensbruder in ein Kloster einzutreten und so bat er am 1. September 1947 um Aufnahme in die Abtei Münsterschwarzach. Die zeitlichen Gelübde legte er 1949 ab und durch die ewigen Gelübde am 26. Oktober 1952 schloss er sich auf Lebenszeit dem Kloster an.

Vom Hausmeister zum Missionar in Deutschland

Seine erste Aufgabe war in der Hausmeisterei des Klosters, aber schon bald fand er seine Lebensaufgabe in der Missionsprokura, wie es im Presseschreiben heißt. Eigentlich wäre Bruder Alban gerne selbst aktiver Missionar in Afrika oder Asien geworden, aber seine Missionstätigkeit fand in Deutschland statt. Seit 1948 bis vor einigen Jahren, also über 60 Jahre, ist er in diesem Bereich tätig gewesen.

Seine Sorge galt in dieser Zeit vor allem den Armen, Kranken und Notleidenden und damit auch der finanziellen Unterstützung der Missionsarbeit. So wurden Krankenhäuser, Handwerkerschulen oder Kirchen gebaut und unterhalten, um der Bevölkerung Lebens- und Zukunftsperspektiven zu vermitteln. 

40 Jahre im Norden Deutschlands tätig

Bruder Alban war von 1948 bis 1963 in der Missionsprokura Münsterschwarzach aktiv. 1963 gehörte er zum Gründungspersonal für die neuen Klöster Kemphausen und Damme im Oldenburger Land. 40 Jahre war er im Norden Deutschlands tätig und machte dort die Missionstätigkeit der Münsterschwarzacher Benediktiner bekannt. 2002 kehrte Bruder Alban wieder nach Münsterschwarzach zurück.

Aber nicht etwa in den Ruhestand. Bis vor einigen Jahren noch war er mit großem Engagement für die Mission im Einsatz. Nun, mit 90, hilft Bruder Alban noch mit verschiedenen Tätigkeiten in der Gemeinschaft mit, wofür ihm die Mitbrüder sehr dankbar seien.

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