KITZINGEN

Glückwunsch, Helmut Scherf!

Helmut Scherf aus Kitzingen hat am Montag, 1. Februar, seinen 90. Geburtstag gefeiert. „Wie 90 sehen Sie nicht aus.“ Das Kompliment bekam der langjährige technische Geschäftsführer der Licht- Kraft- und Wasserwerke (LKW) Kitzingen oft zu hören.
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Glückwunsch, Helmut Scherf!
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Helmut Scherf aus Kitzingen hat am Montag, 1. Februar, seinen 90. Geburtstag gefeiert. „Wie 90 sehen Sie nicht aus.“ Das Kompliment bekam der langjährige technische Geschäftsführer der Licht- Kraft- und Wasserwerke (LKW) Kitzingen oft zu hören. Vor allem auch von LKW-Mitarbeitern, die sich den Besuch beim „ehemaligen Chef“ nicht nehmen ließen. Der freute sich: „Das ist meine Familie“, sagte er mit Blick auf die große Runde im Wohnzimmer seinen Hauses, das er allein in Schuss hält. „Nur auf die Leiter darf ich nicht mehr“, sagte er. Die Tochter hat's verboten.

Helmut Scherf wurde im Usingen im Taunus geboren. Dort ging er zur Schule. Nach dem Abitur und einem Jahr Kriegsdienst arbeitete er als Kaufmann bis 1951 im Geschäft seiner Eltern. Es folgte in Darmstadt ein Studium der Elektrotechnik. Danach bekam er eine Anstellung bei Siemens in Nürnberg. 1960 wurde er Sachverständiger beim technischen Überwachungsamt. 1965 wechselte er als Geschäftsführer zum Fachverband für Heiz- und Kochgerätetechnik. 1973 ergriff er die Chance, bei den LKW Kitzingen die frei gewordene Stelle des technischen Geschäftsführers zu übernehmen. Hier hat Scherf Spuren hinterlassen.

Der Aufbau der Gasversorgung in der Stadt und den Nachbargemeinden gehört dazu, die Erschließung des Goldberggebietes mit Gas, Strom und Wasser auch. In den 70er und 80er Jahren wurde der Hochbehälter am Eselsberg ebenso gebaut wie die Heizwerke für die US-Kasernen und die Denitrifikationsanlage im Wasserfördergebiet Klinge. 1989 im Alter von 63 Jahren ging Scherf in Pension. Die LKW, die Zuneigung seiner ehemaligen Mitarbeiter und die Erinnerung an eine gute Zeit sind ihm geblieben. Scherf war lange beim Landesbund für Vogelschutz (LBV). Zudem ist Scherf vor kurzem für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der SPD geehrt worden. Seine Frau Elfriede, mit der er über 60 Jahre verheiratet war, ist 2013 gestorben. Neben Tochter Ingrid, die in München lebt, gratulierten Freunde und Bekannte. Die Grüße der Stadt Kitzingen überbrachte Bürgermeister Klaus Heisel (links). Lsl/Foto: Sebelka

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