Hellmitzheim

Glockengeläut erinnert an Zerstörungen im Dorf vor 74 Jahren

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Hellmitzheim und Nachbarorte das Ziel amerikanischer Bomber. Die Zerstörungen waren verheerend. Bis heute gedenkt der Ort den Opfern.
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Am 11. April 1945 bombardierten amerikanische Flugzeuge die Ortschaft Hellmitzheim. Das Bild zeigt die beim Angriff zerstörte Kirche von Norden her. Foto: Bürgerhausverein

Am Donnerstag jährt sich der verheerende Angriff US-amerikanischer Bomber auf Hellmitzheim zum 74. Mal. Am 11. April 1945 flogen flogen nachmittags Flugzeuge einen Luftangriff auf die Ortschaft. Bereits in den Tagen zuvor waren Granaten und Bomben auf das Dorf gefallen, wie der Arbeitskreis Dorfarchiv vom Bürgerhausverein Hellmitzheim in einer Pressemitteilung zum Jahrestag berichtet. Sechs Menschen starben dabei.

Auch in den Nachbarorten Dornheim und Nenzenheim herrschte in diesen Apriltagen vor 74 Jahren "Brand, Blut, Tränen und Elend", wie es in dem Bericht weiter heißt. In Hellmitzheim wurden an jenem 11. April 1945 fast jedes zweite Wohnhaus und ein Drittel der Bauernhöfe komplett sowie ein weiteres Drittel teilweise zerstört. Es gab auch etliche Verletzte.

Glocke der Dorfkirche läutet eine Viertelstunde lang

Im Gedenken und in Erinnerung an die Opfer und an die angerichtete Zerstörung läutet in Hellmitzheim an diesem Donnerstag ab 12 Uhr für eine Viertelstunde die kleine 11-Uhr-Glocke der Dorfkirche.

Der Arbeitskreis Dorfarchiv hat bereits einiges an Bildern und Zeitzeugenberichten zu den Ereignissen aus der Zeit des zu Ende gehenden Zweiten Weltkriegs gesammelt. Der Bürgerhausverein ist für jedes weitere Material, sei es in Form alter Fotos oder in Form von Erinnerungen von Zeitzeugen (mündlich oder schriftlich) dankbar. Als Ansprechpartner fungiert Vorsitzender Harald Heinritz unter Tel.: (09326) 8814.

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