KLEINLANGHEIM

Getrennte Rechnung beim Abwasser

Ab dem kommenden Jahr wird die Entsorgung des Abwassers in Kleinlangheim neu abgerechnet. die entsprechendne Satzungen verabschiedete der Gemeinderat.
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Ab dem kommenden Jahr wird die Entsorgung des Abwassers in Kleinlangheim neu abgerechnet. Ausschlaggebend dafür ist die Trennung in Schmutz- und Niederschlagswasser im sogenannten Splittings-System. Notwendig wurden deshalb neue Satzungen für die Wasserabgabe sowie für die Entwässerung und neue Satzungen für die Gebühren und Beiträge dieser beiden Sektoren. Beschlossen wurden weiter Vollzugsregelungen zur Beitrags- und Gebührensatzung der Wasserabgabe- und Entwässerungssatzung.

Hört sich nach langen amtsdeutschen Informationen und Regelungen an, die aber in der Sitzung des Kleinlangheimer Marktgemeinderats am Dienstagabend vermieden wurden. Sämtliche Satzungen und Vollzugsregelungen wurden kurz und schmerzlos und einstimmig abgesegnet, es gab nur kurze Diskussionen zu verschiedenen Bereichen. VG-Geschäftsstellenleiter Bernhard Hornig hatte zu Beginn dieses Tagesordnungspunktes darauf verwiesen, dass die Neuerungen im Bereich Abwasser auf der Mustersatzung des Innenministeriums mit Ergänzungen durch den Gemeindetag beruhen.

In Kleinlangheim wirkt sich der neue Modus bei der Abrechnung so aus, dass der Preis für das Schmutzwasser von 3,25 auf 2,37 Euro pro Kubik und Jahr sinkt und beim Niederschlagswasser für den Quadratmeter befestigter Fläche zwölf Cent berechnet werden. Außerdem ist nun im Passus enthalten, dass für Zisternen mit Brauchwasser und einer Mindestgröße von 2,5 Kubikmeter die Regelung gilt, dass pro Kubik zehn Quadratmeter der zugrundegelegten Fläche abgezogen werden.

Bei diesem Punkt sprachen sich einige Ratsmitglieder dafür aus, von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ob die Angaben zu Dachflächen, deren Regenwasser in den Garten läuft und somit nicht berechnet wird, noch zutreffen. Dazu sagte Hornig, dass der Eigentümer verpflichtet sei, Änderungen mitzuteilen. Bei der Abwassergebühr war sich der Rat einig, dass da eine Änderung kommen wird, wenn sich in den kommenden Jahren die hohen Kosten für die Kanalsanierung auswirken. Hornig machte auch darauf aufmerksam, dass bei der Wasserversorgung Änderungen bei den Anschlüssen für das Trinkwasser nur von geeigneten Personen ausgeführt werden dürfen, „denn Trinkwasser ist ein Lebensmittel“. Beim Abwasser sieht es so aus, dass Baumaßnahmen so durchgeführt werden müssen, dass für die Gemeinde keine Nachteile entstehen, lautete die weitere Information.

Weitere Themen im Gemeinderat waren:

• Einen einreihigen Streifen aus Gehölzen verlangt das Landratsamt für die Südseite des Kleinlangheimer Häckselplatzes. Im Rat war man der Meinung, dass da genügend Grün vorhanden ist. „Da es aber vorgeschrieben ist, wird sich der Bauhof darum kümmern und die genannten heimischen Gehölze anpflanzen, zumal der Streifen auch Teil der Baugenehmigung war“, sagte Bürgermeisterin Gerlinde Stier zum Pflanzgebot. Ein solches hat auch Landwirt Bernd Hörner für seine Güllegrube bekommen, bei der er eine zweite Strauchreihe anlegen soll. Die ist aber aus Platzgründen nicht möglich, sagte Hörner, der in der Sitzung anwesend war. Es wurde ihm geraten, in dieser Angelegenheit Verbindung mit dem Amt aufzunehmen.

• Dem Rat lagen einige Zuschussanträge vor, die samt und sonders einstimmig befürwortet wurden. Der Gesangverein erhält für Kulturarbeit einen Betrag von 500 Euro und der Posaunenchor 250 Euro. „Die verschiedensten Einsätze des Posaunenchors von der Umrahmung von Veranstaltungen über das Musizieren in der Kirche bis hin zur Begleitmusik bei Beerdigungen sind sehr erfreulich“, lobte die Bürgermeisterin das Engagement der Truppe.

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