KITZINGEN

Gesellenprüfung wird ab August gestreckt

Michael Bissert aus Iphofen führt auch in den kommenden drei Jahren als Innungsobermeister die Kitzinger Sanitär-, Heizungstechnik- und Klimatechnik-Innung.
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Michael Bissert (von links) führt weiterhin die Kitzinger Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Innung, sein Stellvertreter ist Harald Schütz. Als Geschäftsführerin fungiert Christine Keppner-Siegert und Stefan Ritz als Lehrlingswart, die Beisitzer sind Gerhard Ackermann und Thomas Lößlein, sowie Axel Weigand (nicht im Bild). Foto: Foto: Hartmut Hess

Michael Bissert aus Iphofen führt auch in den kommenden drei Jahren als Innungsobermeister die Kitzinger Sanitär-, Heizungstechnik- und Klimatechnik-Innung. Bei den Neuwahlen im Kitzinger Hotel Esbach-Hof erhielt der 51-Jährige, der als Kreishandwerksmeister auch die Interessen aller Handwerker im Landkreis vertritt, erneut einstimmig das Vertrauen.

Michael Bissert ist seit neun Jahren Innungsobermeister und seit acht Jahren auch Kreishandwerksmeister, als stellvertretender Obermeister fungiert Harald Schütz. Weitere Vorstandsmitglieder sind Lehrlingswart Stefan Ritz sowie die Beisitzer Axel Weigand, Gerhard Ackermann und Thomas Lößlein.

Der Obermeister erinnerte an zahlreiche Termine, die er für die Innung wahrnahm, und an die Neuwahl der Gesellenausschüsse im Januar, bei denen Manuel Müller zum Vorsitzenden gewählt wurde. Er informierte über die gestreckte Gesellenprüfung, die ab August dieses Jahres kommen soll. Die Lehrzeit wird dann weiterhin dreieinhalb Jahre betragen, die Prüfungsteile aber modifiziert und die Zwischenprüfung abgeschafft.

Die Kitzinger Innung besteht aus 37 Mitgliedsbetrieben mit rund 120 Gesellen und Auszubildenden, wie Geschäftsführerin Christine Keppner-Siegert auflistete.

Michael Bissert hielt Kritikern entgegen, dass fachgerechte Handwerksleistung ihren Preis habe. Man könne nicht von einer „schönen Gewinnspanne“ sprechen, wenn ein Chef seinen Monteur mit 55 Euro pro Stunde dem Kunden verrechnet, obwohl der Monteur nur 17 Euro in der Stunde bezahlt bekommt. Neben dem Tariflohn kämen in der Kalkulation allgemeine Geschäftskosten, Lohnnebenkosten und Verwaltungskosten dazu. „Und obendrein will der Chef ja auch noch was verdienen“, so Bissert.

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