Heidingsfeld
Fahndung

Gescheiterte Entführung: Ermittlungen laufen

Im Fall der gescheiterten Entführung in Heidingsfeld, hat die Kripo Würzburg inzwischen eine 18-köpfige Ermittlungskommission eingesetzt. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.
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Foto: Tobias Köpplinger
Foto: Tobias Köpplinger
Noch am Mittwoch wurden zahlreiche Nachbarschaftsbefragungen durchgeführt, um weitere Erkenntnisse zu Tatablauf, Fluchtfahrzeug und Fluchtrichtung der beiden Unbekannten zu gewinnen. Eine heiße Spur gibt es aber bislang nicht. Die Fahndung nach den beiden Tatverdächtigen sowie dem weißen Transporter läuft nach wie vor auf Hochtouren.

Wie bereits berichtet, war eine 62-Jährige gegen 07.45 Uhr mit ihrem Golden Retriever unterwegs, als sie beim Einbiegen vom Oberen Katzenbergweg in einen Weinbergsweg von zwei maskierten Tätern abgepasst wurde. Die Männer zerrten die Frau in einen weißen Transporter und fesselten sie. Als ein Zeuge mit seinem Hund vorbeikam, bedrohten ihn die Unbekannten mit einer Pistole und forderten ihn auf, wegzugehen.

Ermittlungskommission nach versuchter Entführung in Heidingsfeld (Würzburg) by Infranken.de

Frau erlitt schwere Verletzungen
Zwischenzeitlich war der Hund des Opfers nach Hause zurückgelaufen und der Ehemann der Geschädigten hatte eine Suche gestartet. Zeitgleich wurde die gefesselte und geknebelte Frau von einem Schlepperfahrer an dem Weinbergsweg liegend aufgefunden. Sie hatte schwere Verletzungen, unter anderem mehrere Brüche, erlitten und wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt ins Krankenhaus gebracht, wo sie weiterhin behandelt wird. Sie befindet sich aber auf dem Weg der Besserung und konnte von den Kripobeamten bereits vernommen werden. Auch der Ehemann, der einen Schock erlitten hatte, wurde stationär behandelt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Würzburger Kripo ist die Frau von den Unbekannten offenbar gezielt abgepasst worden. Warum die Täter von ihrem Vorhaben abgekommen sind und die Frau wieder freigelassen haben, ist derzeit noch unklar.

Die Ermittlungskommission (EKO) "Schildweg" arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles. Inzwischen wurden umfangreiche Nachbarschaftsbefragungen durchgeführt. Die Polizei hat auch zahlreiche Hinweise zu dem Tatfahrzeug, einem weißen Transporter bekommen, denen momentan nachgegangen wird. Eine heiße Spur war bislang jedoch noch nicht dabei.

Am Mittwochnachmittag war auch ein größeres Aufgebot Bereitschaftspolizei im Einsatz, das den Auffindeort des Opfers noch einmal systematisch abgesucht hat. Diese Suche dauerte bis circa 16.00 Uhr. Dabei wurden auch einige Gegenstände aufgefunden. Ob diese allerdings tatrelevant sind, wird derzeit ausgewertet. Es war aber nichts dabei, was direkt dem Fall zugeordnet werden könnte.


Polizei erbittet Hinweise
Die EKO Schildweg hofft weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung und fahndet vor allem nach dem weißen Transporter mit WÜ-Kennzeichen, dessen Scheiben einschließlich der Schiebetüre nach hinten mit einer weißen Folie abgeklebt waren.

Auch wer Hinweise auf die beiden südosteuropäischen Tatverdächtigen geben kann, wird gebeten, sich bei der Kripo Würzburg unter der Telefonnummer 0931/457-1732 zu melden.

Die Männer waren circa 175-180 cm groß, trugen dunkle Winterbekleidung und schwarze Wollmützen mit Sehschlitzen. Einer der beiden war mit einer Pistole bewaffnet. Daher sollte man keinesfalls eigenmächtig agieren, sondern in jedem Fall die Polizei verständigen. pol

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