Albertshofen

Genug Wasser für Albertshofen

Der Sommer 2018 war heiß. In Albertshofen konnten die Gartenbaubetriebe trotzdem ausreichernd wässern. Das Gemüse freute es und für die Bienen wird auch etwas getan.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vorsitzender Erich Wenkheimer (rechts) mit dem neuen Vorstandsmitglied Wolfgang Gernert. Foto: Katja Kraaus

"In Albertshofen ist zum Glück genug Wasser vorhanden" – daran konnte auch der Hitzesommer 2018 nichts ändern und die Gartenbaubetriebe konnten ihr Gemüse ausreichend bewässern. Diese gute Nachricht verkündete Erich Wenkheimer, Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbandes Albertshofen, bei der Verbandsversammlung im TSV Sportheim, wie aus einem Presseschreiben hervorgeht.

Das Jahr war insgesamt sehr warm, so sei 2018 an der Wetterstation eine Durchschnittstemperatur von 11,6 Grad gemessen worden – der höchste Wert seit der Wetteraufzeichnung. Niederschlag gab es nur 441 Millimeter im ganzen Jahr – viel zu wenig, wie Wenkheimer feststellte. Denn Wasser ist für den Gemüseanbau unverzichtbar. In Albertshofen werde Wert auf vielfältige Kulturen gelegt, auch, um dem Bienensterben entgegen zu wirken, erklärte der Vorsitzende. So gibt es Gemüse-, Obst-, Wein-, Kräuter- und Blumenanbauflächen, teilweise mit Mehrfachnutzung, außerdem Streuobstwiesen, Dauergrünland, Waldflächen, Gewässer, Brachflächen und keine Monokulturen. 

Gärtner gehen verantwortungsvoll mit Stickstoffdünger um

Der Nitratwert im Wasser liegt laut Pressemitteilung bei 22 Milligramm pro Liter. Das sei sehr erfreulich, denn es sei aufgrund der geringen Niederschläge ein Zeichen dafür, dass die Albertshöfer Gärtner sehr verantwortungsvoll mit Stickstoffdünger umgehen. Wenkheimer wies außerdem auf eine Änderung der Trinkwasserverordnung hin: Seit Januar 2018 müssen auch Untersuchungen auf Radon vorgenommen werden. Die Kosten für die Laboruntersuchungen hätten sich dadurch verdoppelt und liegen nun bei fast 2000 Euro.

Für den Antrag zum "Pilotförderprogramm für landwirtschaftliche Bewässerung" wurde vom Freistaat Bayern eine Zuwendung von 112 500 Euro bestätigt. Wann die Maßnahme umgesetzt werden kann, sei aber weiterhin unklar. 

Steinbruch: Keine unerwünschten Stoffe ins Grundwasser

Zum Thema Verfüllung des Steinbruchs Dettelbach berichtete Vorsitzender Wenkheimer, dass der Wasserbeschaffungsverband seit Jahren in Verhandlung sei. Es müsse ausgeschlossen werden, dass durch eine Verfüllung mit Material jedweder Art unerwünschte Stoffe ins Grundwasser der Gemeinden Mainstockheim und Albertshofen gelangen. Um den Zufluss von Grundwasser genau zu erkennen, wurde ein Markierungsversuch mit einem unbedenklichen Farbstoff beschlossen. Anschließend werden die Trinkwasserbrunnen eng beprobt und überwacht. Die Bürger werden rechtzeitig informiert.

Wenkheimer berichtete außerdem von verschiedenen Baumaßnahmen, bei denen der Wasserbeschaffungsverband die Trinkwasserleitungen erneuert hat, so etwa in der Mainsondheimer Straße. Das sei wichtig, um einer Verkeimung im Netz vorzubeugen. In der Friedrich-Hiller-Straße liegen noch alte Trinkwasserleitungen, in der Vergangenheit seien schon einige Rohrbrüche aufgetreten. Sie sollen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde voraussichtlich 2020 saniert werden, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

Gerd Gernert aus dem Vorstand verabschiedet 

Rainer Miebach vom Steuerbüro Kley berichtete von einem Bilanzgewinn von exakt 116 732,28 Euro für das Jahr 2018. Margarete Stanley trug den Haushaltsplan für das Jahr 2020 mit einem Gesamthaushalt von 537 100 Euro vor. Vorstandsmitglied Gerd Gernert wurde nach 30 Jahren verabschiedet. Als Nachfolger wurde Wolgang Gernert gewählt.

Zum Schluss dankten Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther und Vorsitzender Erich Wenkheimer den Mitgliedern des Wasserbeschaffungsverbands für die geleistete Arbeit.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.