MÜNSTERSCHWARZACH

Gemeinschaft der Berufenen: Festschrift zum Abtei-Jubiläum

Fast 500 Seiten stark, 700 Gramm schwer, 22 Beiträge – gewichtig und groß war der Glückwünsch zur Vorstellung der Festschrift zum Münsterschwarzacher Abteijubiläum.
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Freuen sich über die Festschrift zum Jubiläum der Benediktiner in Münsterschwarzach: Abt Michael Reepen (links) und Herausgeber Pater Franziskus Büll. Foto: Foto: Walter Sauer

Fast 500 Seiten stark, über 700 Gramm schwer, 22 Beiträge, 17 Mitarbeiter – wahrhaft gewichtig und groß war der Glückwünsch, den Pater Franziskus Büll den zahlreichen Gästen und Mönchen überbrachte, die zur Vorstellung der Festschrift zum Abteijubiläum in die Kloster-Buchhandlung gekommen waren.

„Magna Gratulatio - 1200 Jahre benediktinische Mönchsgemeinschaft von Münsterschwarzach 816–2016“ heißt das Werk, das der Historiker und Archivar der Abtei mit Unterstützung von 17 Mitarbeitern im Vier-Türme-Verlag herausgegeben hat, teilt die Abtei mit.

Der Glückwunsch von Pater Franziskus galt insbesondere den Ordensleuten, die über 1000 Jahre in Münsterschwarzach gelebt, gebetet und gearbeitet haben. Davon sind 1250 Mönche namentlich bekannt. „Gratulation, weil sie ihrer Berufung treu geblieben sind“, rief er ins Publikum und sagte weiter: „Wir sind keine Institution, keine wirtschaftliche oder kirchenrechtliche Größe, sondern eine Gemeinschaft von Berufenen.“ So dürfe man auch dem gratulieren, der „immer wieder Menschen in die hiesige Gemeinschaft berufen hat.“

Den 17 Mitarbeitern, die an den Münsterschwarzacher Studien (Band 55) mitgewirkt haben, bescheinigte der Historiker gründliches Quellenstudium, profunde Analyse und begründete Interpretation dieser Quellen. In 22 Beiträgen wird die wechselvolle Geschichte der Abtei beschrieben, die Abt Michael Reepen in seinem Grußwort so skizziert: „Es ist bedeutsam, dass an diesem Ort immer wieder nach Brand, Krieg, Zerstörung, Vertreibung und Auflösung neues klösterliches benediktinisches Leben entstanden ist. Es waren Wellen der Blüte, der Reife, der Ernte und des Sterbens und Sich-Erneuerns.“

Von diesen Wellenbewegungen und dem missionarischen Wirken der Benediktiner berichteten an diesem Abend auch die Autoren Abt Lambert Dörr, Pater Placidus Berger und Dr. Johannes Mahr. Neben deren Beiträgen, die sich mit der jüngeren Geschichte der Abtei und Persönlichkeiten seit der Wiederbesiedlung 1913 befassen, beleuchtet die Festschrift auch die Anfänge des Klosters an der Schwarzach, setzt sich mit der Gründungsurkunde von Graf Megingaud auseinander oder beschreibt Episoden aus der Zeit des Neubaus des barocken Klosters.

Den musikalischen Rahmen gestalteten Pater Rhabanus Erbacher und Bruder Julian Glienke.

1200 Jahre benediktinische Mönchsgemeinschaft von Münsterschwarzach 816–2016, Münsterschwarzacher Studien, Band 55, 489 Seiten, ISBN 978-3-89680-899-8, 44,90 Euro – Franziskus Büll (Hrsg.) Magna Gratulatio.

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