NORDHEIM

Gemeinderat: Defizitausgleich und keine LED-Laternen

Positiv sind die Nordheimer Gemeindevertreter am Montagabend einem Antrag der katholischen Kirchenstiftung gegenüber gestanden. Es steht nun ein einstimmiger Beschluss fest.
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Nordheim
Foto: Braun

Positiv standen die Nordheimer Gemeindevertreter am Montagabend einem Antrag der katholischen Kirchenstiftung gegenüber. Der Träger der Kindertageseinrichtung war zwecks Defizitausgleich für das Jahr 2014 und den Folgejahren an die Gemeinde herangetreten. Laut einstimmigem Beschluss übernimmt die Kommune das Jahresdefizit aus 2014 in Höhe von 3407,87 Euro. Für die Folgejahre, so entschied der Rat, wird über einen Defizitausgleich nach Vorlage der Jahresrechnung neu entschieden.

Die weiteren Themen:

• Zurückgestellt wurde hingegen der Beschluss über die Umstellung auf LED-Technik im Straßenbereich. Die etwa 23 000 Euro teuren Umbauarbeiten der Firma N-ergie Main-Donau-Netzgesellschaft hat laut Bürgermeister Guido Braun den Vorteil, dass 70 Prozent an Energie gespart werden kann. Der Umbau, so Braun, wäre mit einfachen Mitteln möglich. Bei einer Jahresbrenndauer von 4087 Stunden errechne sich bei Umbaukosten von 170 Euro pro Lampe eine Amortisationszeit von circa 3,2 Jahren, die C02-Einsparung pro Jahr liegt bei 21 507 Kilogramm. Und dennoch: Zunächst möchten die Räte eine Probe- beziehungsweise Musterbeleuchtung in Augenschein nehmen und dann ihr Einverständnis für die Umrüstung geben.

• Bei einem Bürgerantrag ging es um die finanzielle Förderung für Musikunterricht an der Musikschule Volkacher Mainschleife. Wie Bürgermeister Braun informierte, werden für Musikschüler, die ihren Hauptwohnsitz außerhalb von Volkach haben, Zuschläge für Instrumentalunterricht (60 Prozent), Mitglied im Nachwuchsorchester (40 Prozent) und Mitglied im Jugendblasorchester (30 Prozent) erhoben. Laut Aussage des Bürgermeisters nehmen derzeit 14 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren am Musikunterricht in Volkach teil. Der Anteil der Gemeinde Nordheim würde sich bei den vorgeschlagenen fünfzig Prozent auf etwa 1150 Euro belaufen. Bei der Diskussion sprach sich Dietmar Rohmfeld nicht unbedingt für die Förderung seitens der Gemeinde aus: „Wenn's Leute sind, die am Hungertuch nagen, dann sei das okay.“ Ansonsten sollte man das Ganze von Fall zu Fall überdenken, so das Ratsmitglied.

Ganz anders die Meinung des stellvertretenden Bürgermeisters Waldemar Braun. Die Teilnahme am Musikunterricht sei pädagogisch wertvoll und nicht zuletzt habe man bei der Gemeinde auch für andere Dinge Geld. Daher sollte man sich an den Kosten beteiligen. Das war auch die überwiegende Meinung im Nordheimer Gemeinderat, weshalb der Bürgerantrag mit Mehrheit angenommen wurde.

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