PRICHSENSTADT

Gedenktafel für Friedrich Funk

Der 1963 gestorbene Bundestagsabgeordnete Friedrich Funk (MdB) soll ein Gedenken erhalten. Der Grund dafür ist ein leerer Platz im Friedhof von Neuses am Sand.
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Mit dem Antrag des CSU-Ortsverbandes Prichsenstadt, für den 1963 verstorbenen Politiker Friedrich Funk (MdB) eine Gedenktafel im Friedhof des Ortsteiles Neuses am Sand anbringen zu dürfen, befasste sich der Stadtrat Prichsenstadt in seiner Sitzung.

Das Grab des Politikers ist aufgelassen worden und es sei dabei wohl nicht beachtet worden, „um welche Persönlichkeit es sich in diesem Fall handelte“, sagte Bürgermeister René Schlehr. Dabei habe man auch einen Obelisken, der auf dem Grab gestanden hatte, „leider nicht erhalten, so dass jetzt überhaupt keine Erinnerung mehr an Funk besteht“. Auch hatten die Angehörigen, so es sie denn noch geben sollte, die Ruhezeit des Verstorbenen nicht verlängert.

Das mit der „fehlenden Erinnerung“ wollten die Räte so nicht stehen lassen. Friedhöfe seien nicht nur ein Ort der Trauer, „sondern auch ein Ort der Geschichte und kulturell sehr wertvoll“, so Ratsmitglied Werner Klüber (SPD). Die Räte stimmten am Ende einstimmig zu, dass der CSU-Ortsverband eine Gedenktafel anbringen darf. Die CSU hatte zuvor schon erklärt, die Kosten für die Tafel komplett selbst zu tragen.

Sie wird im Friedhof an der Mauer von innen angebracht werden, direkt neben dem Eingang. „Da muss jeder, der den Friedhof besucht, dran vorbei“, so Schlehr. Bei Funk habe es sich um eine „herausragende Persönlichkeit“ gehandelt, für die der Rat eine Ausnahme machen sollte, was das Anbringen von Gedenktafeln angehe. Friedrich Funk wurde am 3. Oktober 1900 in Neuses am Sand geboren und starb am 5. August 1963 in Volkach. 1948 wurde er als parteiloser Kandidat in den Kreistag des damaligen Landkreises Gerolzhofen gewählt und trat 1949 nach seiner Aufstellung als Bundestagskandidat der CSU bei.

Von 1949 bis 1963 saß er im Deutschen Bundestag und wurde im Landkreis Schweinfurt immer direkt ins Parlament gewählt. Von 1953 bis 1957 war er Vorsitzender der CSU-Landesgruppe in der CSU/CSU-Fraktion und damit ein Vorgänger von Michael Glos (Bundeswirtschaftsminister a. D.). Von 1957 bis zu seinem Tode war er stellvertretender Vorsitzender des Petitionsausschusses des Bundestages. Drei Monate vor seinem Tod erhielt er am 17. Mai 1963 den Bayerischen Verdienstorden.

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