SULZFELD

Für Kinderkrippen-Erweiterung

Wie es in zehn Jahren aussieht, vermag niemand zu sagen, doch aktuell kommt die Gemeinde Sulzfeld nicht daran vorbei, mindestens zwölf weitere Krippenplätze zu schaffen.
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Symbolbild Kindergarten. Foto: dpa

Wie es in zehn Jahren aussieht, vermag heute niemand zu sagen, doch aktuell kommt die Gemeinde Sulzfeld nicht daran vorbei, mindestens zwölf weitere Krippenplätze zu schaffen. Da die Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder unter drei Jahren haben, platzt der Sulzfelder Kindergarten aus allen Nähten, eine Erweiterung ist notwendig.

Aktuell fehlen 14 Krippenplätze. In Sulzfeld gehen zwar mehrere auswärtige Mädchen und Buben in den Kindergarten St. Elisabeth, die man jedoch nicht einfach vor die Türe setzen wolle. Zudem würde auch ohne ihnen der Platz nicht reichen, wie Bürgermeister Gerhard Schenkel klar machte.

Da Sulzfeld sich als familienfreundliche Gemeinde sehe, führe kein Weg an der Erweiterung vorbei, auch wenn dafür mit einer Investition von geschätzten 400 000 Euro gerechnet werden muss. Da die Kirchenstiftung St. Sebastian sich als Kindergartenträger überfordert sieht und Grundstück sowie Gebäude im Besitz der Gemeinde sind, beschlossen die Räte einen Treuhandvertrag. Dadurch werden der Gemeinde die Planungs- und Verwaltungsleistungen für den Anbau übertragen. Für das Bauvorhaben ist dabei die Diözesanbauordnung zugrunde zu legen. Die Finanzierungsfrage wird in einer separaten Vereinbarung geregelt.

Wie der Bürgermeister informierte, sieht das Förderprogramm der Bundesregierung einen Zuschussbetrag von 9800 Euro pro Krippenplatz vor, zudem erwarte Sulzfeld einen Zuschuss der Diözese Würzburg in Höhe von 20 Prozent der Investitionssumme. Die Ratsrunde verständigte sich weiter darauf, einen Kindergarten-Bauausschuss einzusetzen, in dem die Kindergartenleiterin Alexandra Pfennig, der Elisabethenvereins-Vorsitzende Thorsten Weber, Heribert Hörlin von der Kirchenstiftung, die Bürgermeister und weitere Bauausschussmitglieder vertreten sein werden. Das Gremium soll die Planungen koordinieren und alle Fragen rund um die Erweiterung begleiten. In nichtöffentlicher Sitzung vergab der Gemeinderat am Dienstagabend den Planungsauftrag an der Obernbreiter Architekten Christian Küster.

Internet auf Prüfstand

Im weiteren Verlauf der Sitzung erläuterte Emil Fischer vom Amt für Digitalisierung und Breitbandversorgung dem Gremium die Möglichkeit, über ein staatliches Förderprogramm Hotspots einrichten zu lassen, mit dem punktuell ein WLAN-Internetzugang im öffentlichen Raum geschaffen wird. In der Vergangenheit hatte die Ratsrunde Hotspots bereits zwei Mal abgelehnt – wegen der bisherigen Haftung für die Kommunen. Jetzt sind die Kommunen aber nicht mehr in der Haftung, was eine neue Situation darstellt.

Wie Emil Fischer darlegte, wird die Regierung die Investition finanzieren, aber für Sulzfeld werden sich Folgekosten von 1000 Euro pro Jahr ergeben. Die Räte sollten sich dies überlegen und nach der Sommerpause eine Entscheidung fällen.

Die Anwesenheit von Emil Fischer nutzten die Räte aus, das Thema der schwachen Signalstärke der Internetverbindung in Teilbereichen des Ortes – wie den Aussiedlerhöfen oder der Firma Wahner – zu thematisieren. Während Bürger an günstigen Standorten von einer Übertragungsrate von 50 Mbit und mehr profitieren, sieht es an der Peripherie ganz anders aus. Jetzt will die Gemeinde versuchen, über das staatliche Breitbandförderprogramm die Defizite zu beheben. Es soll ein Fachmann der Deutschen Telekom eingeladen werden, um die Möglichkeit zu eruieren und ein entsprechendes Angebot zu bekommen.

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