Wiesentheid

Für Frauen: Volle Hütte, tolle Stimmung

800 verkleidete Frauen, ein Programm mit Tanz und Unterhaltung der Spitzenklasse: Warum die Frauen-Sitzung der Kokage zu der besten der Gegend zählt:
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Ein Programm der Spitzenklasse bot die Frauen-Faschingssitzung der Kokage in der Wiesentheider Steigerwaldhalle. Ein absolutes Knallbonbon war dabei Elke Winter von der Hamburger Reeperbahn.FOTOs: Andreas Stöckinger
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Volle Hütte, 800 dem Motto nach verkleidete Frauen, ein Programm mit Tanz und Unterhaltung der Spitzenklasse: Die Frauen-Sitzung der Kokage bewies wieder einmal, warum sie viele für die vielleicht beste im Fasching hier in der Gegend halten.

Zum Motto „Die Geister, die ich rief“ zog bei den (fast) ausnahmslos weiblichen Zuschauern wieder die Mischung aus Ausgelassenheit, Erotik und Party. Da durfte getanzt, gelacht, gejohlt, gepfiffen und gesungen werden, je mehr, desto besser.

Woher der Erfolg?

Was denn das besondere an der zum neunten Mal statt findenden Show für Frauen ist? „Das Programm ist einfach klasse! Die Tanz-Nummern sind erste Sahne, es ist einfach ein hohes Level. Dazu wird das Thema immer toll umgesetzt“, fasste es eine Besucherin zusammen, die schon öfters bei dem Anlass zu Gast war in der Steigerwaldhalle. „Schreiben sie einfach, die Sonja aus Iphofen“, eine von mittlerweilen vielen Stammgästen. Natürlich war auch sie verkleidet, um die immerhin fünfeinhalb Stunden zu genießen.

Der Abräumer

Der Abräumer unter vielen sehr guten Auftretenden dürfte die Travestie-Künstlerin Elke Winter gewesen sein, die sonst unter anderem auf der Reeperbahn in Hamburg zu sehen ist. Da ging es richtig zur Sache bei ihren Sprüchen, teils auch mal deftig, wie es das Publikum an so einem Feier-Abend hören mag.

Aus dem Häuschen

Gleich zweimal durfte sie ran, zum Schluss schien sie kaum zu bremsen, in vollem Tempo singend und mit den hohen Absätzen. Bei ihrer Abschluss-Nummer, „Angels“ von Robbie Williams, tobte der Saal. Beim späteren Small-Talk auf der Bühne bewies Winter erneut enorme Schlagfertigkeit.

Überhaupt wurde für die Show einiges aufgefahren. Männerballetts, die zu den besten zählen, wie die Schreckschruuwe aus Eichenzell oder die Heringe aus Kaichen. Erstmals tanzte die Formation Lackschuh aus dem Raum Fulda mit. Am Ende wirbelten die Atzmann Tornados aus dem Raum Wiesbaden als Italiener über die Bühne.

Atemberaubend

Atemberaubend war die lange Tanz-Nummer der Schautanz-Formation Members of the Dance aus Gründelbach bei Erding, die mit ihren waghalsigen Sprüngen und ihrer tänzerischen Klasse beeindruckten. „Das ist ja Wahnsinn! Wenn die Jungs mich auch mal so hoch schmeißen könnten“, war selbst Entertainerin Daphne de Luxe angetan.

Die voluminöse Dame gehörte mit ihren Geschichten und anzüglichen Sprüchen auch diesmal zum Programm. „Guck mal an, meine Vorspeise“, hatte sie gleich ein Auge auf den Kokage-Butler Fernando geworfen, der muskulös und in knappen Höschen gefiel.

Riesenbeifall

Zunächst für Staunen, später für Riesen-Beifall sorgte der Berliner Akrobat Robert Choinka, der mit seiner Handstand-Nummer auf einem stapel Autoreifen bereits im Fernsehen auftrat. Er schaffte es, sich beim Handstand bis auf das Höschen auszuziehen, was die Zuschauerinnen gebannt verfolgten.

Erstmals in Wiesentheid präsentierte sich Bauchredner Marcelini, der mit seinem Hund Oskar auftrat. Das Publikum verzieh dem Programm, das erstmals von den neuen Sitzungspräsidentinnen Birgit Kober und Heidi Skorepa moderiert wurde, die seltenen, nicht so tollen Nummern, wie etwa der Gag mit dem Auftritt von Angela Merkel und Donald Trump.

 

Die zehnte Auflage der närrischen Show für Weiber ist in Planung.



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