VOLKACH

Fünf Extras für schönere Volkacher Altstadt

Volkachs Altstadt ist im Wandel. Und sie soll noch attraktiver werden. 2,5 Millionen Euro sehen erste Planstudien dafür vor. Und fünf Projekte am Start.
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Die Sanierung der Volkacher Altstadt schreitet weiter voran. Fünf neue Projekte – alle vorerst in der Konzeptphase – schob der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag an. Das Überarbeitungspaket, das in den kommenden zwei bis drei Jahren abgearbeitet werden soll, ist der Stadt lieb und teuer: Runde 2,5 Millionen Euro setzen die Planer des Architekturbüros Dag Schröder (Schweinfurt) in ihrer Grobschätzung an. Dickster Brocken ist die Sanierung der Spitalstraße. Die soll für 1,2 Millionen Euro nach dem Vorbild der komplett runderneuerten Hauptstraße ausgebaut werden. Eckpunkte des „sehr, sehr großen Projekts“ sind laut Stadtplanerin Evi Mohr (Büro Schröder) ein verkehrsberuhigter Bereich mit Gehwegen auf Straßenniveau, gepflasterten Parkflächen und einer verkleinerten Kreuzung an der Prof.-Jäcklein–Straße. Der Ausbau der Straße ist laut Bürgermeister Peter Kornell „frühestens“ für 2018 vorgesehen. Der Stadtrat segnete die Entwurfsplanung einstimmig ab, forderte aber planerische Nachbesserungen bei den Parkplätzen. Nach dem Konzept würden fünf Stellplätze wegfallen – zu viele für manchen Stadtrat. Die vielgelobte Erneuerung der Hauptstraße soll an ihrem Eingang über das Untere Tor eine Abrundung bekommen – per Aufwertung der Josef-Wächter-Straße. Die würde ab der Abzweigung in die Alte Obervolkacher Straße – in die soll der Hauptverkehr laufen – verkehrsberuhigt, Parkplätze und Gehbereiche nach dem Vorbild der Hauptstraße gestaltet. Der Umgestaltung stimmte der Rat grundsätzlich zu – mit Einschränkungen. „Was mich an der Geschichte stört, ist der Preis“, fasst FWG-Fraktionschef Herbert Römmelt die Bedenken zusammen. 532 000 Euro für den Ausbau (samt Entwässerung) erschienen auch Kornell recht hoch. Der hofft, dass die Straße nicht bis in den Untergrund erneuert werden muss, was das Vorhaben billiger machen würde. „Ein relativ kleines Projekt mit großer Bedeutung für das Stadtbild“ ist nach den Worten von Planerin Marie-Line Le Léannec (Büro Schröder) die Erneuerung für den Marktplatz. Der soll zwei Spuren mit rollatorgerechten Kalksteinplatten bekommen: Einmal würde die Granitsteinrinne – zwischen oberer Hauptstraße und Rathaus – dem neuen Belag weichen. Dazu käme ein Weg, der von der Georg-Benz-Straße aus am Rathaus entlang führen würde. Kräftig umgestaltet, „ruhiger und geordnet“, würde laut Le Léannec auch der Bereich mit den beiden Bäumen am Markt. Hier sollen elf Radständer und vier Bänke Besucher anlocken. Die Steinpoller kämen weg. Kommentar von Uwe Koßner (CSU): „Es ist ein Platz zum Genießen.“ Der Preis für das Gesamtpaket: 187 000 Euro. Eine Verwirklichung der Pläne ist für den Herbst geplant. Gut 420 000 Euro könnte die Stadt es sich kosten lassen, um einen „Schandfleck“ (Bürgermeister Kornell) am Zeilitzheimer Tor zu entfernen, das ehemalige Feuerwehrhaus. Das soll abgerissen werden, das Gelände am Volkach-Bach einerseits eine Freizeitfläche mit Bänken werden, andererseits Platz für Parkplätze bieten. Sieben Stellplätze stehen im Plan, zwölf bis 15 möchte Kornell – wenn möglich. Eine Insel, umflossen vom Bach, könnte an der einstigen Fischhälterei entstehen. Nach dem Abriss der alten Mauern sieht eine Planvariante hier eine Art kleinen Erholungsbereich mit etwas Grün vor, oder wie es Kornell kurz formulierte: „Insel, Baum und Schluss. Weniger ist mehr.“ Die Insel könnte – inklusive Abriss und Brücke – für 100 000 Euro optimiert werden. Foto: Foto: Peter Pfannes
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Die Sanierung der Volkacher Altstadt schreitet weiter voran. Fünf neue Projekte – alle vorerst in der Konzeptphase – schob der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag an. Das Überarbeitungspaket, das in den kommenden zwei bis drei Jahren abgearbeitet werden soll, ist der Stadt lieb und teuer: Runde 2,5 Millionen Euro setzen die Planer des Architekturbüros Dag Schröder (Schweinfurt) in ihrer Grobschätzung an.

Verkehrsberuhigte Spitalstraße

Dickster Brocken ist die Sanierung der Spitalstraße. Die soll für 1,2 Millionen Euro nach dem Vorbild der komplett runderneuerten Hauptstraße ausgebaut werden. Eckpunkte des „sehr, sehr großen Projekts“ sind laut Stadtplanerin Evi Mohr (Büro Schröder) ein verkehrsberuhigter Bereich mit Gehwegen auf Straßenniveau, gepflasterten Parkflächen und einer verkleinerten Kreuzung an der Prof.-Jäcklein–Straße.

Der Ausbau der Straße ist laut Bürgermeister Peter Kornell „frühestens“ für 2018 vorgesehen. Der Stadtrat segnete die Entwurfsplanung einstimmig ab, forderte aber planerische Nachbesserungen bei den Parkplätzen. Nach dem Konzept würden fünf Stellplätze wegfallen – zu viele für manchen Stadtrat.

Hauptstraße ist das Vorbild

Die vielgelobte Erneuerung der Hauptstraße soll an ihrem Eingang über das Untere Tor eine Abrundung bekommen – per Aufwertung der Josef-Wächter-Straße. Die würde ab der Abzweigung in die Alte Obervolkacher Straße – in die soll der Hauptverkehr laufen – verkehrsberuhigt, Parkplätze und Gehbereiche würden nach dem Vorbild der Hauptstraße gestaltet.

Der Umgestaltung stimmte der Rat grundsätzlich zu – mit Einschränkungen. „Was mich an der Geschichte stört, ist der Preis“, fasst FWG-Fraktionschef Herbert Römmelt die Bedenken zusammen. 532 000 Euro für den Ausbau (samt Entwässerung) erschienen auch Kornell recht hoch. Der hofft, dass die Straße nicht bis in den Untergrund erneuert werden muss, was das Vorhaben billiger machen würde.

Behindertengerecht und geordnet

„Ein relativ kleines Projekt mit großer Bedeutung für das Stadtbild“ ist nach den Worten von Planerin Marie-Line Le Léannec (Büro Schröder) die Erneuerung für den Marktplatz. Der soll zwei Spuren mit rollatorgerechten Kalksteinplatten bekommen: Einmal würde die Granitsteinrinne – zwischen oberer Hauptstraße und Rathaus – dem neuen Belag weichen. Dazu käme ein Weg, der von der Georg-Benz-Straße aus am Rathaus entlang führen würde.

Kräftig umgestaltet, „ruhiger und geordnet“, würde laut Le Léannec auch der Bereich mit den beiden Bäumen am Markt. Hier sollen elf Radständer und vier Bänke Besucher anlocken. Die Steinpoller kämen weg. Kommentar von Uwe Koßner (CSU): „Es ist ein Platz zum Genießen.“ Der Preis für das Gesamtpaket: 187 000 Euro. Eine Verwirklichung der Pläne ist für den Herbst geplant.

Weg mit dem Schandfleck

Gut 420 000 Euro könnte die Stadt es sich kosten lassen, um einen „Schandfleck“ (Bürgermeister Kornell) am Zeilitzheimer Tor zu entfernen, das ehemalige Feuerwehrhaus. Das soll abgerissen werden, das Gelände am Volkach-Bach einerseits eine Freizeitfläche mit Bänken werden, andererseits Platz für Parkplätze bieten. Sieben Stellplätze stehen im Plan, zwölf bis 15 möchte Kornell – wenn möglich.

Eine Insel, umflossen vom Bach, könnte an der einstigen Fischhälterei entstehen. Nach dem Abriss der alten Mauern sieht eine Planvariante hier eine Art kleinen Erholungsbereich mit etwas Grün vor, oder wie es Kornell kurz formulierte: „Insel, Baum und Schluss. Weniger ist mehr.“ Die Insel könnte – inklusive Abriss und Brücke – für 100 000 Euro optimiert werden.

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