KLEINLANGHEIM

Frischzellenkur für das Weinfest

„Alles neu“ lautet die Devise bei den Machern des Kleinlangheimer Weinfestes. Nach 43 Jahren Zeltweinfest geht es künftig ins Freie - an einem geänderten Termin.
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Sascha Bader, Sven Radler, Mario Fleischer und Marco Höhn (von links) gehören zu den Organisatoren des neuen Kleinlangheimer Weinfestivals. Sie können es kaum erwarten, den frisch angelegten Festplatz in Betrieb zu nehmen. Foto: Foto: Regina Sterk
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„Alles neu“ lautet die Devise bei den Machern des Kleinlangheimer Weinfestes. Nach 43 Jahren Zeltweinfest mit zuletzt immer größerem Schwerpunkt auf Beatabend und einer großen Sause für die Jugend hat genau diese Jugend nun den Schalter umgelegt. Das Organisationsteam um Marco Höhn stammt zum Teil aus der Dorfjugend. Die hat auch früher schon zusammen mit dem Schützenverein und dem Sportverein das Weinfest organisiert und kennt deshalb die Schwächen des bisherigen Konzeptes.

Ein Familienfest für alle

„Wir wollen kein Beatabend-Sauffest mehr, sondern möchten ein Familienfest bieten, für alle Altersklassen“, erklärt Höhn. Und dafür haben sie das Konzept einmal auf den Kopf gestellt: Kein Festzelt mehr, kein klassischer Beatabend mehr, dafür namhafte Winzer, ein Foodtruck und handgemachte Musik. Was bleibt ist der Festplatz, den die Gemeinde in den vergangenen Wochen ordentlich aufgehübscht hat: Neuer Rasen wurde angesät, eine Reihe Bäume gepflanzt und die umliegenden Hallen fit gemacht für die Bedürfnisse eines solchen Festes. Neu ist auch der Termin des neuen „Weinfestivals“: Statt rund um Christi Himmelfahrt wird jetzt immer am dritten Juni-Wochenende gefeiert. Damit erhoffen sich die Kleinlangheimer vor allem Stabilität beim Wetter. Schließlich sollen die Gäste im neuen „Weingärtla“ unter dem Sternenhimmel ihren Schoppen genießen können.

Bei der Auswahl der Weine gehen die Kleinlangheimer ebenfalls einen neuen Weg. Da es im Ort nicht allzu viel Wein gibt, bieten Winzer aus den Nachbarorten ihre Erzeugnisse an. Darüber hinaus kommen durstige Besucher mit Cocktails und Bierspezialitäten voll auf ihre Kosten. Kulinarisch lockt nicht nur eine Küchencrew, die vor Ort die Speisen frisch zubereitet, sondern auch ein Foodtruck, der am Mittwoch zum Festauftakt vorfährt.

Neues Konzept ausgetüftelt

Etwa seit einem Jahr feilen die Macher am neuen Konzept. Der Auslöser waren die zurückliegenden Weinfeste, die immer weniger besucht wurden und damit auch die Motivation bei den Organisatoren sank. Und so setzte ein Denkprozess ein an dessen Ende das neue „Weinfestival“ steht. Unter dem Motto „Music, Drinks and Happy Feelings“ sollen sich die Besucher an den fünf Festtagen wohlfühlen und genießen. Da in diesem Jahr der Feiertag Fronleichnam direkt vor dem Festwochenende liegt, nehmen die Veranstalter den Mittwoch als Auftakt noch mit. Offizielle Eröffnung wird aber erst am Freitag sein – klassisch in der Kirchenburg mit den Ehrendamen und Weinprinzessin Melissa Bader und anschließendem Festzug zum Festplatz. Der Mittwoch fällt auch musikalisch etwas aus dem Rahmen, hier werden ein DJ und ein Live-Künstler unterhalten, während an den anderen Tagen klassische fränkische Festmusik zu hören ist.

Ein Schmankerl gibt es am Sonntag: Da laden die Veranstalter bereits morgens zum Frühschoppen ein, untermalt von der BigKitzBand. Außer am Mittwoch ist an allen Abenden der Eintritt frei – auch das ein Novum.

Neu ist auch das Werbekonzept, von Tina Scheidler. Mit frischem Design fahren die Kleinlangheimer ihre Werbung schon seit Wochen mit Visitenkarten und Aufklebern, die sie nicht nur auf den Festen in der Region verteilen: Bei der USA-Reise einer der Organisatoren landete der eine oder andere Aufkleber schon mal in Las Vegas oder an der Route 66. Die Jungs sind voller Energie und Tatendrang wenn es um „ihr“ Fest geht und können es kaum erwarten zu zeigen, dass man auch ohne großen Weinberg in der Gemeinde ein wirklich schönes Weinfest auf die Beine stellen kann.

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