WIESENTHEID

Freude an der Arbeit mit Kindern

„Anstrengend, aber auch erfüllend“: So sieht Maria Stadtelmeyer-Limbacher ihren Beruf. Die Leiterin des Wiesentheider Mauritius-Kindergartens feierte Dienstjubiläum.
Artikel drucken Artikel einbetten
Seit 40 Jahren arbeitet Maria Stadtelmeyer-Limbacher als Leiterin im Kindergarten St. Mauritius in Wiesenteid (Zweite von links). In einer Feierstunde würdigten diese Leistung (von links) Bürgermeister Werner Knaier, Rosi Bayer und Pfarrer Peter Göttke. Foto: Foto: Katrin Hümmer

Vier Jahrzehnte in einer Einrichtung mit Kindern zu arbeiten, ist eine andere Beanspruchung als im Büro, oder in der Werkhalle. Davon können Lehrer, Erzieher oder eben Kinderpflegerinnen ein Lied singen. „Es ist anstrengender, aber auch erfüllender“, meint Maria Stadtelmeyer-Limbacher. Die Leiterin des Wiesentheider Mauritius-Kindergarten feierte dieser Tage ihr 40-jähriges Berufsjubiläum in der Einrichtung.

Was man braucht, um es so lange mit kleinen Kindern auszuhalten? „In erster Linie eine immense Liebe zu Kindern, das muss von innen kommen. Kinder sind das schönste, ehrlichste und offenste auf der Welt. Ich mag Kinder einfach“, gibt Stadtelmeyer-Limbacher, selbst dreifache Mutter, zu.

Wenn sie vom Mauritius-Kindergarten spricht, spürt man ihr Herz dafür. „Das ist mein Kindergarten, ich habe ihn von Anfang an mitgeprägt. Das ist für mich neben meiner Familie ein Stück Lebensinhalt.“

Das nimmt man ihr ab, ein Teil von ihr ist es wohl wirklich. Schließlich hatte Stadtelmeyer-Limbacher bereits 1992 die Leitung des Horts inne, als die damals neu gebauten Räume in der Wiesentheider Schießhausstraße bezogen wurde. Der Platz in der Kolpingstraße reichte nicht mehr aus, um die Kinder dort vernünftig unterzubringen. In der Kolpingstraße hatte Maria Stadtelmeyer-Limbacher 1976 ihre Arbeit begonnen: Mit 88 Kindern in zwei Gruppen und vier Erzieherinnen. Kurze Zeit später wohnte sie sogar an ihrem Arbeitsplatz. Sie zog für sieben Jahre in die zur Vermietung ausgeschriebenen Räume im Obergeschoss.

Seit 1988 ist Maria Stadtelmeyer-Limbacher Leiterin im Mauritius-Kindergarten. Seitdem hat sie drei Bürgermeister und drei Pfarrer als kommunale Verantwortliche erlebt. Heute ist die Einrichtung, die auch eine Krippe umfasst, mit etwa 100 Kindern ausgelastet. „Wir hatten im September so viele Kinder wie noch nie“, sagt sie. Weil auch der zweite Hort in Wiesentheid kaum mehr Plätze bieten kann, soll nun ein weiterer entstehen.

Auf die Frage, was sich in den Jahren seit ihrem Einstieg in dem Beruf verändert hat, nennt sie die Bürokratie. Neben den 15 Stunden, die sie pro Woche allein für Verwaltung aufwendet, ist es ihr wichtig, in der Gruppenarbeit mitzumachen. Dazu komme, dass die Mütter sich weniger engagieren können, weil sie durch ihre Berufstätigkeit einfach weniger Zeit als früher hätten.

Nicht verändert haben sich die Bedürfnisse der Kinder. Sie brauchen Zuwendung und Bewegung und sind stets neugierig, dass sei schon immer so gewesen. Grob geschätzt, etwa 2000 hat Maria Stadtelmeyer-Limbacher in ihren Gruppen seit 1976 betreut, sie kennt auch ihre Ehemaligen noch.

Dem Kindergarten möchte Maria Stadtelmeyer-Limbacher schon noch ein Weilchen erhalten bleiben. Sie möchte „das Feld bestellen, damit die Einrichtung gut da steht, dass sie auch später in meinem Sinn weitergeführt wird“.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.