Geiselwind
Berufung gegen Gerichtsurteil

Freizeitland Geiselwind: Streit um Opas Grabstein am "Horrorhaus" geht in die nächste Runde

Der Streit um die echten Grabsteine vor dem Horrorhaus im Freizeitland Geiselwind geht in die nächste Runde. Die Staatsanwaltschaft hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.
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Einen Nervenkitzel will das Freizeit-Land in Geiselwind den Besuchern mit "Dr. Lehmanns Horror-Lazarett" bereiten. Weil davor Grabsteine aus Friedhöfen in der Region aufgestellt wurden, ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen den Betreiber.  Foto: Frank Weichhan
Einen Nervenkitzel will das Freizeit-Land in Geiselwind den Besuchern mit "Dr. Lehmanns Horror-Lazarett" bereiten. Weil davor Grabsteine aus Friedhöfen in der Region aufgestellt wurden, ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen den Betreiber. Foto: Frank Weichhan

Der Streit um echte Grabsteine in einem Freizeitpark in Unterfranken geht vor Gericht in eine zweite Runde. Die Staatsanwaltschaft hat Berufunggegen das Urteileingelegt. "Wir sind nicht zufrieden. Wir streben eine höhere Strafe an", sagte ein Sprecher am Dienstag in Würzburg. Zuerst hatte die "Main-Post" berichtet.

Der Besitzer des Freizeitparkes war vor fast einem Monat vom Richter des Amtsgerichtes in Kitzingen verwarnt worden und musste eine Geldbuße von 1200 Euro zahlen. Zudem wurde eine Geldstrafe auf Bewährung angeordnet. Die muss der 34-Jährige nur zahlen, falls er wieder echte Grabsteine ohne Zustimmung der Angehörigen aufstellt. "Das ist uns zu wenig", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Das Landgericht Würzburg muss nun einen Termin für eine erneute Hauptverhandlung bestimmen.

13-Jährige entdeckte Opas Grabstein

Der Stein des Anstoßes war im Sommer 2017 von einer 13-Jährigen vor dem Horrorhauses des Freizeitparkes entdeckt worden. Sie fand im Vorgarten des Geisterhauses den echten Grabstein ihres 1996 gestorbenen Großvaters - samt aller Inschriften. Die Witwe erstattete Anzeige, der Betreiber des Parks musste sich vor Gericht wegen der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verantworten. Er hatte die ausrangierten Steine zuvor bei einem Steinmetz abholen lassen und vergessen, die Inschriften zu entfernen.

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