Obernbreit
Gemeindeleben

Frauen halten die Tradition lebendig

Bei seinem Jahresrückblick freut sich Bürgermeister Bernhard Brückner ganz besonders über zwei Frauen: Uschi Demel und Gertrud Reiß wurden 2012 für ihr Engagement als "Hucklkätz-Frauen" ausgezeichnet.
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Bürgermeister Bernhard Brückner bedankt sich bei Uschi Demel und Gertrud Reiß. Sie sind die Hucklkätz-Frauen in Obernbreit. Foto: mk
Bürgermeister Bernhard Brückner bedankt sich bei Uschi Demel und Gertrud Reiß. Sie sind die Hucklkätz-Frauen in Obernbreit. Foto: mk
In gemütlicher Runde nach den Feiertagen das alte Jahr beschließen und mit Optimismus in das neue blicken - in der Jahresschlusssitzung des Marktgemeinderates Obernbreit will die Gemeinde wie viele andere regelmäßig einmal im Jahr nach dem Jahreswechsel den Mitwirkenden am Gemeindeleben, den Bediensteten und besonders allen ehrenamtlichen Helfern ihren Dank aussprechen. So dankte er am Samstag besonders Uschi Demel und Gertrud Reiß, die als "Hucklkätz" die Obernbreiter Tradition lebendig halten.
Auch wenn nach überstandener Erkältung seine Stimme noch deutlich angekratzt klang, zeigte sich Bürgermeister Bernhard Brückner (CSU) gutgelaunt und zufrieden bei seinem kurzen Jahresrückblick auf 2012. Um dabei nicht etwa eine Wiederholung der Bürgerversammlung zu veranstalten, wollte er sich kurz fassen: "Man könnte die Lage des Marktes Obernbreit mit einem fränkischen Halbsatz beschreiben, der eigentlich alles sagt: Passt scho!" sagte Brückner.

Mehr Sterbefälle als Geburten

Wenn auch die Marktgemeinde von Themen wie der allgemeinen demografischen Entwicklung nicht verschont bleibe und ein Rückgang der Bevölkerungszahlen eine Herausforderung an die Gestaltung der Lebensqualität im Ort darstellt. Zwar hielten sich Zu- und Wegzüge einigermaßen die Waage, die Sterbefälle übersteigen die Geburtenzahlen aber seit einiger Zeit deutlich.
Mit Erwähnung des vorgesehenen Fußwegekonzeptes, der Friedhofsarkaden, der Renovierung der ehemaligen Synagoge, des Abschlusses der Flurbereinigung und der Erschließung des gemeinsamen Gewerbegebietes, das in Zusammenarbeit mit Martinsheim und Marktbreit entstehen soll und für das noch ein Name gefunden werden müsse, streifte Brückner nur einige der Themen, die die Gemeinde im vergangenen Jahr beschäftigt hatten und noch beschäftigen werden.
Erfreut zeigte das Ortsoberhaupt sich einmal mehr über die Verleihung des Ehrenamtspreises im Bereich Bildung, Kultur und Brauchtumspflege, den Landrätin Tamara Bischof unlängst an Uschi Demel und Gertrud Reiß für deren Darstellung der "Obernbreiter Hucklkätz"-Frauen verliehen hatte.

Weidenkorb auf dem Rücken

"Hucklkätz" bezeichnet dabei einen auf dem Rücken getragenen Weidenkorb, mit dem einst insbesondere die ärmeren Frauen Futter für ihr Kleinvieh sammelten und der als Symbol für harte Arbeit steht. Da diese Frauen mit der Hucklkätz früher in Obernbreit häufig zu sehen waren, erhielten die Obern-breiter einst ihren Spitznamen: "Obernbräter Huckkätz". Nach Annemarie Friedlein, der die Ehrung im vergangenen Jahr für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Schulkinder zuteil wurde, erhielten die "Obernbreiter Hucklkätz" für ihr Engagement im Bereich Brauchtumspflege eine Urkunde, die im Rathaus ihren Platz gefunden hat. Als Dank überreichte Bürgermeister Bernhard Brückner im Rahmen seines Jahresrückblickes jeweils eine Kopie nebst Blumen an die beiden Geehrten.
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