SOMMERACH

Fränkische Weinkönigin war in China

Bei ihrem Besuch in China freute sich Weinkönigin Christina Schneider über scharfes Essen und Pandababys - und über das Vorwissen der Chinesen in Sachen Wein.
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Voller Karaoke-Körpereinsatz für den Frankenwein mit (von links) Importeurin Tong Jinxia, Christina Schneider und Frank Dietrich. Foto: Foto: Schneider

Als Christina Schneider vor einem Vierteljahr zum ersten Mal in China war, da hatte das scharfe Essen bei der Fränkischen Weinkönigin sozusagen durchschlagende Wirkung. „Diesmal ging es zum Glück viel besser, denn ich mag scharfes Essen total gerne“, erzählte die 22-Jährige von ihrer Reise nach Chengdu und Shanghai.

Im Herbst war sie mit Divino Nordheim unterwegs, diesmal zusammen mit Geschäftsführer Frank Dietrich für den Winzerkeller Sommerach. In der Fünf-Millionenstadt Chengdu (Provinz Sichuan) im Südwesten der Volksrepublik waren die beiden bei mehreren Treffen als Weinbotschafter unterwegs. Allerdings verpassten sie diesmal Generalkonsul Klaus Schmidt, der aus Würzburg stammt und gerade auf Heimaturlaub war.

Gereifte Tropfen finden Anklang

Zur Freude der Gastgeber präsentierte Christina Schneider im Dirndl bei einem Menü mit chinesischen Spezialitäten und Frankenwein-Begleitung zum Beispiel einen Silvaner (2010) und einen Gewürztraminer (2011) aus Sommerach. Also gereifte Tropfen, auf die die Chinesen voll stehen, wie Frank Dietrich bestätigt. „Die wohlhabende Klientel, die sich intensiv mit Wein beschäftigt, weiß so etwas sehr zu schätzen.“

Berühmt ist Chengdu für sein besonders scharfes Essen – und für seine weitläufige Panda-Aufzuchtstation. Obwohl der Terminplan eng getaktet war, gab es diesmal Gelegenheit für einen Abstecher. „Die hatten zwölf Pandababys, das war wunderschön“, strahlte Christina.

Silvaner kennt man in Chengdu

In Shanghai war am ersten Abend Frank Dietrich besonders gefordert: Es gab dort ein Essen mit Frankenwein nur für Frauen. Und so musste der Sommeracher Geschäftsführer ständig um die Tische laufen, um mit allen anzustoßen. „Das ist dort so üblich“, erzählte die Weinkönigin aus Nordheim, die nicht schlecht staunte, als eine Frau fragte, ob es sich beim Wein im Glas um einen Silvaner handelt, der im Holzfass gereift ist. „Das war perfekt und bedeutet, dass man Silvaner in Chengdu bereits kennt. Das ist beachtlich.“

Am Abend darauf waren nur Männer zugegen. Und Christina musste nicht nur ständig mit jedem anstoßen, sondern auch noch Karaoke singen. Das ist in China absolut angesagt, man kann dort beispielsweise Räume mieten, um sich mit Freunden bei einer Kiste Wein oder Bier mit Singen den Abend zu vertreiben. Bei Christinas „My heart will go on“ schmolzen die Herren der Schöpfung dahin, später war sie mit Frank Dietrich und Importeurin Tong Jinxia auch noch als Trio am Werk.

Im Juni geht's nach Hongkong

Als Frank Dietrich schon auf der Rückreise war, hatte die Nordheimerin noch einen Termin als Deutsche Weinprinzessin: Bei einer Internationalen Show mit Zehn-Gänge-Menü im Hotel Andaz präsentierte sie deutsche Weine als Essensbegleitung, darunter einen Silvaner vom Juliusspital. Ihr Auftritt im langen Ballkleid scheint gut angekommen zu sein. „Ich wurde eingeladen, im Juni als Weinprinzessin zwei Wochen zu einer Messe nach Hongkong zu fliegen.“ Es gibt härtere Schicksale!

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