KITZINGEN

Fastnacht lockt 20 000 Besucher

Das Deutsche Fastnachtmuseum hat das erste reguläre Öffnungsjahr nach den Teileröffnungen von 2013 und 2014 hinter sich. Und die Bilanz kann sich sehen lassen.
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2015 haben genau 279 Gruppen das Fastnachtmuseum in Kitzingen besucht. Das Foto auf der Treppe vor der bunten Fassade gehört dabei zum Programm. FOTO: Siegfried Sebelka Foto: Sebelka
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Das Deutsche Fastnachtmuseum in Kitzingen hat das erste reguläre Öffnungsjahr nach den Teileröffnungen von 2013 und 2014 hinter sich. Und die Bilanz kann sich sehen lassen: 2015 hat das Museum in der Luitpoldstraße 279 geführte Gruppenbesuche und insgesamt knapp 8000 Besucher gezählt.

Nach Angaben der Museumsleiterin Daniela Sandner haben damit seit der Eröffnung im November 2013 rund 20 000 Interessierte die Ausstellungsräume besucht. „Das sind Zahlen, mit denen man überaus zufrieden ist. Sie spiegeln die durchweg positive Resonanz der Besucher wider“, so Sandner. Inzwischen habe sich Routine im Museumsbetrieb eingestellt. Die ersten Kulturveranstaltungen hätten sich regen Zuspruchs erfreut, so Sandner in ihrem Jahresbericht.

Hans Driesel, ehemaliger Sitzungspräsident der „Schwarzen Elf“ und mit einem Preis des Vereins der Deutschen Sprache ausgezeichnet, entführte dabei wahlweise in das Studierzimmer von Goethes Faust, auf eine literarische Mainreise oder in die Renaissance.

Ein Schlaglicht auf die Bedeutung des Museums für den Tourismus in Kitzingen zeigen Besucherbefragungen. Danach ist für viele der Museumsbesuch der Hauptgrund ihres Aufenthalts in Kitzingen. Häufig werde der mit einem anschließenden Aufenthalt in einem Café oder Restaurant verknüpft.

Interessant ist auch, dass die meisten der befragten Besucher nicht aus Kitzingen stammten. Sie kommen meist aus dem übrigen Franken oder aber von weiter weg (zum Beispiel aus Baden-Württemberg). „Das Deutsche Fastnachtmuseum trägt zur touristischen Aufwertung und zur positiven Besucherzahlenentwicklung Kitzingens bei“, so Sandner.

Dabei blickt sie aber auch nach vorne. Für 2016 stehen mehrere Termine fest. Hans Driesel wird am Valentinstag, Sonntag, 14. Februar, einen amüsanten Spaziergang durch die Liebesliteratur unternehmen. Im April folgt eine Lesung über die Hexen (Walpurgisnacht) und im Oktober eine über Max und Moritz von Wilhelm Busch. Auch beim Internationalen Museumstag am Sonntag, 22. Mai, ist das Fastnachtmuseum mit dabei. Im Sommer wird es eine Sonderausstellung über den Venezianischen Karneval geben.

Benefizveranstaltung

Am Ende hat sie noch was für den Terminkalender: Am Mittwoch, 20. Juli, wird in Wiesentheid eine Benefizveranstaltung für das Museum stattfinden. Volker Heißmann und Martin Rassau werden zusammen mit Sebastian Reich und Nilpferddame Amanda auftreten. Der Kartenvorverkauf beginnt im Februar.

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