WIESENTHEID

Fällt Entscheidung zum Krippen-Standort?

Das leidige Thema Standortsuche für eine zu bauende Kinderkrippe in Wiesentheid könnte am Donnerstag, 1. Juni, ein Ende finden.
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In der Auswahl für den künftigen Standort der Kinderkippe in Wiesentheid sind der Hartplatz des TSV-Sportgeländes, wie auch das dahinter liegende Sportheim. In der Ratssitzung am Donnerstag wird der Gemeinderat die Standortmöglichkeiten diskutieren. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Das leidige Thema Standortsuche für eine zu bauende Kinderkrippe in Wiesentheid könnte am Donnerstag, 1. Juni, 19.15 Uhr, ein Ende finden.

Dann nämlich wird Bürgermeister Werner Knaier (CSU) dem Gemeinderat in der Ratssitzung eine Liste vorlegen, die elf mögliche Grundstücke, oder Gebäude aufführt. Der Bürgermeister hofft, dass eine Entscheidung für einen Standort fallen wird, wie er auf Anfrage sagte.

Das Thema Kinderkrippe hatte in den vergangenen Monaten etliche hitzige Debatten ausgelöst. Ein eigens dazu von der Opposition der Freien Wähler angedachtes und bereits auf den Weg gebrachtes Bürgerbegehren hatte der Gemeinderat mit knapper Mehrheit wegen rechtlicher Bedenken abgelehnt, was zu Missstimmung im Rat führte.

Liste zusammengestellt

In der April-Sitzung hatte das Ratsgremium daraufhin festgelegt, die Verwaltung möge eine Liste mit verfügbaren Grundstücken erstellen. Zudem solle die Entscheidung über einen Standort bis zur Sommerpause fallen.

Zu den möglichen Grundstücken hielt sich Bürgermeister Knaier im Vorfeld bedeckt, er wolle die Entscheidung der Gemeinderäte nicht vorab zu sehr beeinflussen. Mit dabei bei den elf Angeboten sollen unter anderem Flächen der beiden Sportgelände, der Hartplatz am TSV-Sportzentrum sowie die Trainingsfläche am DJK-Platz sein. Dazu soll der Sportverein TSV/DJK auch das TSV-Sportheim zum Umbau für eine Krippe offeriert haben. Auch der vom Haus Schönborn früher zur Landwirtschaft genutzte so genannte Schafhof in der Bahnhofstraße dürfte weiter auf der Liste stehen.

Nicht vom Tisch ist laut Knaier die beim Bürgerentscheid propagierte Fläche des Mehrgenerationenplatzes in der Kolpingstraße. „Das haben wir dem Bürgerblock versprochen. Wir werden die Vor- und Nachteile ebenso diskutieren“, sagte der Bürgermeister. Er sieht das Ganze „völlig emotionsfrei. Ich hoffe, wir können eine Mehrheit für einen Standort finden.“

Das wäre gut, denn Bürgermeister Knaier möchte die Unterlagen noch vor der Sommerpause bei der Regierung einreichen, um die Förderzusage zu bekommen. Im Herbst könnte geplant, Anfang 2018 gebaut werden. Dann stünde wohl frühestens in einem Jahr die Kinderkrippe, so lautet der ungefähre Zeitplan.

18 zusätzliche Krippenplätze hat die Regierung in Wiesentheid gefordert. Aktuell können die Krippen in den beiden Kindergärten alle Kinder aufnehmen, die für den Herbst gemeldet sind. Nur bei kurzfristigen Zuzügen bekäme man eventuell Probleme, beschrieb Knaier die Situation.

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