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GLOSSE

Wo die Uhren anders gehen

Manchmal braucht man jemanden, der einen auf etwas aufmerksam macht: Zum Beispiel darauf, dass wir in Kitzingen ein Uhrenproblem haben. Das Thema hatte unser Onkel Willi schon mal aufgegriffen, es ist aber nach wie vor heiß.
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Manchmal braucht man jemanden, der einen auf etwas aufmerksam macht: Zum Beispiel darauf, dass wir in Kitzingen ein Uhrenproblem haben. Das Thema hatte unser Onkel Willi schon mal aufgegriffen, es ist aber nach wie vor heiß.

Ein kleiner Rundgang am Montag hat das Chaos gezeigt. Fangen wir unten, also in der Nähe des Mains, an. Da bietet derzeit der Kirchturm der katholischen Stadtkirche gleich zwei Uhrzeiten: Am Montag war es da um 11.30 Uhr genau 7.45 oder gleich nebenan 8 Uhr.

Ein paar Meter weiter am Marktplatz ist schon seit längerem die Uhr an einem ehemaligen Uhrmacherladen still gelegt. Sie besteht seither darauf, dass es immer kurz nach viertel sechs ist. Wieder ein paar Meter weiter in der Luitpoldstraße erinnert eine Uhr noch daran, dass das einmal eine Optikerstraße war. Das ist längst vorbei und seither steht die Uhr auf 11 Uhr.

Das war aber noch nicht alles. Den Höhepunkt liefert der Bahnhof, der ohnehin für sich mit seinen Klo- und Treppenproblemen ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Da kann die Uhr nicht hintenan stehen. Das Teil an der Fronseite steht seit Jahren auf 12 Uhr. Inzwischen ist das Zifferblatt leicht ramponiert und wahrscheinlich fehlt auch schon ein Zeiger.

Egal wie, man muss es positiv sehen. In Kitzingen gehen die Uhren halt anders. Und eines ist eh klar: Auch die kaputteste Uhr zeigt zweimal am Tag die richtige Uhrzeit an. Was will man mehr?

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