Kitzingen

Unser Wochenrückblick: Wenn der Wolf ein Ei legt

Die Welt ist voller Rätsel. Was hat es beispielsweise damit auf sich, wenn jemand sagt, dass er seine Pappenheimer kennt?
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Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Die Welt ist voller Rätsel. Was hat es beispielsweise damit auf sich, wenn jemand sagt, dass er seine Pappenheimer kennt? Genau das wollten 35 Kitzinger Frankenbündler wissen und machten sich auf den Weg – nach Pappenheim.

Zurück kam man mit der Erkenntnis, dass die Stadt in Mittelfranken mit Burg samt Folterkammer aus dem Jahr 1050 sowie der Klosterkirche aus dem 9. Jahrhundert durchaus sehenswert ist. Und es stellte sich heraus, dass der olle Schiller mal wieder seine Hände im Spiel hatte. In Schillers Drama „Wallensteins Tod“ sagte Wallenstein, als ihm ein Trupp Pappenheimer Soldaten Unterstützung zusagte: „Daran erkenne ich meine Pappenheimer.“ Wobei die Redewendung heutzutage eher etwas abwertend, im Sinne von Spitzbuben, benutzt wird.

Vier Promille

Einen ganz anderen Ausflug unternahm derweil ein Mann in Mainstockheim; wobei nicht ganz klar ist, von wo nach wo es genau ging. Überliefert ist allerdings, dass der 40-Jährige auf dem Fahrrad saß. Was insofern eine reife Leistung ist, als es der Radler auf vier Promille brachte. In der Polizeimeldung hieß es dazu, dass einem Spaziergänger „der Radler wegen seiner unsicheren Fahrweise“ aufgefallen war.

Internet-Kommentare

Als die Meldung im Internet auftauchte, ließen die Kommentare nicht lange auf sich warten. Einer fragte, ob denn „schon wieder Kerm ist“. Ein anderer meinte, dass es doch immer wieder schön sei, Geschichten aus der alten Heimat zu lesen. Wieder ein anderer vermutete hinter der Meldung einen dieser seltsamen Internet-Wettbewerbe – neudeutsch: Challenge. Frei nach dem Motto: Für die nächste Promille-Fahrt auf dem Rad nominiere ich den Hans in Albertshofen und den Franz in Buchbrunn.

Die Sache mit dem Durst

Dazu passend der gespielte Witz der Woche: „Was trinkst du, wenn du Durst hast?“ – „So weit lasse ich es erst gar nicht kommen!“

Zum Schluss gilt es noch von einer spektakulären Neuentdeckung zu berichten. Der Wolf ist zurück! Hier bei uns! Zumindest im Landratsamt. Als diese Woche der Kitzinger Kreishaushalt verabschiedet wurde, nahmen natürlich alle Fraktionen Stellung zu dem Zahlenwerk. In einer der Stellungnahmen tauchte unvermittelt eine „eierlegende Wolfsmilchsau“ auf. Wir kannten ja bisher nur die Wollmilchsau. Aber das haben wir ja heute gelernt: Die Welt ist voller Rätsel.

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.

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