Kitzingen

Unser Wochenrückblick: Selfie mit Pferd

Der Falterturm in Kitzingen muss sich warm anziehen. Seine Stellung als unangefochtenes Wahrzeichen im Landkreis ist in Gefahr.
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Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Der Falterturm in Kitzingen muss sich warm anziehen. Seine Stellung als unangefochtenes Wahrzeichen im Landkreis ist in Gefahr. So ist der Lauf der Dinge: Da müht man sich, gibt Jahrzehntelang alles – und dann kommt so ein junges Ding, um einem den Rang abzulaufen. In dem Fall ist das junge Ding ein trojanisches Pferd, das neuerdings auf dem Iphöfer Marktplatz thront.

Werbender Hingucker

Das sechs Meter hohe und vier Tonnen schwere Holzpferd ist sozusagen der werbende Hingucker für der Sonderausstellung „Heinrich Schliemann – Troja“, die derzeit im Knauf-Museum läuft. Das Teil ist ein Renner – vor allem als Selfie-Motiv. So ziemlich jeder Besucher fotografiert sich mit dem Trojaner. Ein Werbe-Geniestreich.

Wobei: Was, wenn das Pferd gar nicht so harmlos ist, wie es tut? Vielleicht sollte doch mal jemand nachschauen, wer oder was da im Bauch des Pferdes steckt – und ob sich Iphofen auf eine Invasion einstellen muss. Am Ende hat es sich Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein in dem Tier gemütlich gemacht, um im richtigen Moment herauszuspringen und den zuletzt zwischen beiden Orten schwelenden Schwanberg-Streit ein für alle Mal für sich zu entscheiden.

Rinder auf dem Schwanberg

Bleiben wir gleich ein bisschen auf dem Schwanberg. Dort tummeln sich neuerdings Rinder. Auf einer Wiese nicht weit vom Parkplatz stehen sie mampfend herum und freuen sich ihres Lebens. Ein Bild, an das man sich erst gewöhnen muss und das die Frage aufwirft, wie die Tiere eigentlich den Berg erklommen haben. Und ob es wohl – wenn es im Herbst dann wieder in die Ställe im Tal geht – erstmals im Landkreis Kitzingen so etwas wie einen Almabtrieb gibt? Aber womöglich ist auch bis zum Herbstanfang die Seilbahn fertig – dann könnten die Tiere bequem heruntergondeln.

Um die tierischen Geschichten zu einem Abschluss zu bringen: Die Ziege ist weg! Unbekannte haben die Ortsskulptur der „Höpper“ in Albertshofen gestohlen. Das Tierchen war am Ortseingang auf einer Steinsäule montiert und ist abgängig.

Nach Ziegen Ausschau halten

Wenn Sie also Pferde oder Rinder am Wochenende sehen – alles gut. Bei der Sichtung einer Ziege rufen Sie die Polizei. Und wenn Ihnen alle drei Tierarten auf einmal im Vollsprint entgegenkommen – ruhig Blut! Wahrscheinlich kommen Sie gerade vom Kitzinger Weinfest und haben genau ein Glas zu viel gehabt.

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.



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