Kitzingen

Tiffany steigt in den Ring

Ein Auftritt, und vieles ist anders geworden im Leben der Kitzingerin Tiffany Kemp. Das liegt an "Voice of Germany", wo es am heutigen Freitag wieder um alles geht.
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Wer wird gewinnen?: Konstantin Kuhn aus Stuttgart und Tiffany Kemp aus Kitzingen steigen an diesem Freitag bei „Voice of Germany“ in den Ring. Foto: Foto:SAT.1/Pro Sieben Richard Hübner

Ein Auftritt, und vieles ist anders geworden im Leben der Kitzingerin Tiffany Kemp. An der Supermarktkasse wird sie erkannt, auf der Straße fragen die Leute, ob sie wirklich die Tiffany ist. Die Frau, die bei „Voice of Germany“ einen fulminanten Auftritt hingelegt hat. An diesem Freitag ist „Battle-Time“. Tiffanys zweiter Auftritt.

Frage: Hat sich Ihr Leben sehr verändert seit Ihrem ersten Auftritt bei „The Voice“?

Tiffany Kemp: Mein Handy ist seither fast nur noch am klingeln. Wenn ich mit meiner Mutter auf die Straße gehe, werden wir von fremden Menschen angesprochen. Die Nachbarn wollen schon Autogramme haben. Ich bin das alles nicht gewöhnt, ich bin doch eine ganz normale Frau von nebenan. Seither werde ich ganz anders angeguckt.

Ihr Leben hat mit einem Auftritt einen ganz anderen Schwerpunkt bekommen?

Kemp: Das kann man so sagen. Es ist lange nicht mehr so ruhig wie früher. Ich habe mir schon überlegt, mit Hut und Sonnenbrille rauszugehen. Nicht mit meiner weißen Brille, ich habe auch noch eine honigfarbene. Aber die Leute erkennen mich trotzdem. Spätestens wenn ich zu reden anfange. Oder zu lachen.

Klingt nach einer aufregenden Lebensphase.

Kemp: Auf jeden Fall. Auf einmal steht man im Rampenlicht. Es ist ein bisschen komisch, aber ich finde es schön, wenn Leute mich ansprechen.

Nach Ihrem ersten Auftritt gab es ein wenig Verwirrung, weil es hieß, Sie kommen aus Kaiserslautern und nicht aus Kitzingen.

Kemp: Ich weiß. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung habe ich noch in Kaiserslautern gelebt. Dann habe ich mich kurzfristig entschieden, in die Heimat zu ziehen.

Heimat heißt für Sie Kitzingen?

Kemp: Ja, auf jeden Fall. Ich lebe mit vielen Unterbrechungen seit 1986 hier. Ich bin ein Militärskind, viel gereist. Aber Kitzingen bleibt meine Heimat, hier hatte ich meinen ersten Bühnenauftritt in der amerikanischen Schule. Da war ich fünf. Seit diesem Oktober bin ich wieder hier. Meine Mutter lebt in Kitzingen.

Sie haben zehn Jahre als Erzieherin gearbeitet. Was ist dann passiert?

Kemp: Dann habe ich gemerkt, dass ich auf die Bühne zurück muss. Dass ich den kleinen Menschen in mir pflegen muss, der schreit nämlich nach der Bühne.

Die halbe Minute, bevor sich die Coaches umgedreht haben? Waren Sie unsicher oder nervös?

Kemp: Unsicher war ich nicht. Ich habe gewusst, wenn ich die ganz hohe Note singe, sollte sich jemand umdrehen. Ich habe viereinhalb Oktaven in der Stimme, habe eine Jazzversion gesungen, konnte mit meiner Stimme spielen. Hätte sich keiner umgedreht, hätte ich mich schon gefragt, warum die Sendung „Voice of Germany“ heißt.

War das Prinzip der Sendung, dass nur die Stimme zählt, ein Vorteil für Sie?

Kemp: Ich war früher auch schon in Casting-Shows, bin aber nicht genommen worden. Wahrscheinlich habe ich von der Optik nicht reingepasst. Voice ist da ein Vorteil.

Jetzt stehen die Battles an. Im Fernsehen wirkt alles so harmonisch. Aber Battle heißt ja Kampf. Wie geht es beim Training wirklich zu?

Kemp: Das kommt auf die persönliche Einstellung an. Ich habe stimmlich vorher noch nie gebattelt, ich bin auch keine Rampensau. Ich habe meinem Partner Glück gewünscht und er mir auch. Wir konnten gegenseitig etwas von uns lernen.

Sie dürfen nicht verraten, wie es ausgeht. Aber selbst wenn Sie ausscheiden. Die Musik wird Ihr Lebensmittelpunkt bleiben?

Kemp: Auf jeden Fall. Ich will meinen Herzenswunsch befriedigen. Ich wache jeden Früh auf und bin glücklich. Ich will den Menschen mitgeben, dass man seinen Traum leben kann. Dass man auch als korpulente Frau mit 37 Jahren eine Chance bekommt. Die Show hat mir diese Chance gegeben. Ich kann mit ganz tollen Leuten arbeiten. Darüber bin ich ganz glücklich.

Battle-Time: Tiffany Kemp tritt an diesem Freitag, 13. November, gegen Konstantin Kuhn aus Stuttgart an. Die Sendung beginnt um 20.15 Uhr auf Sat.1.

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