GLOSSE

Ruhestörung: Schnauze halten, Hammer weg

Aus gegebenem Anlass. So gehen in der Regel die Warnhinweise aus den Rathäusern los. Der gegebene Anlass zurzeit: Rasenmähen, Schneiden von Gestrüpp, Hundegebell.
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Symbolfoto Lärm. Foto: Foto: Karlheinz Haase
Aus gegebenem Anlass. So gehen in der Regel die Warnhinweise aus den Rathäusern los. Den gegebenen Anlass gibt es immer. Egal ob es im Winter um die Räum- oder Streupflicht geht, im Frühjahr um Sichtbehinderungen durch wucherndes Laub oder im Sommer um ruhestörenden Lärm.

Dass es den gibt, wird immer dann deutlich, wenn die Temperaturen über 20 Grad kriechen. Da zieht es die Leute raus und da kommen die Beschwerden rein.

Dabei ist eigentlich alles geregelt. In Kitzingen zum Beispiel in einer Verordnung über den Schutz vor ruhestörendem Lärm. Da steht klipp und klar, was geht und was nicht. Wenn sich alle daran halten würden, wäre das Thema überhaupt keins. Weil das aber nicht so ist, gibt es den gegebenen Anlass und folgenden Warnhinweis.

In der Verordnung steht zum Beispiel, dass Hunde in der Zeit von 12 bis 14 Uhr und zwischen 20 und 7 Uhr ihre Schnauze zu halten haben.

In der gleichen Zeit und darüber hinaus an Sonn- und Feiertagen haben sich aber auch Herrchen und Frauchen sowie Nichthundehalter nicht aufzuführen. Der Paragraf 2 stellt die Beschränkung von Haus- und Gartenarbeiten dar. Was in der Zeit nicht geht, regelt der Absatz 3.

Danach sind in den genannten Zeiten verboten: Hämmern, Bohren, Sägen und Hacken von Holz sowie der Gebrauch von Heimwerkermaschinen und ähnlichem. Dazu kommen das Harken, Hauen und Schneiden von Gestrüpp und Hecken. Übrigens, Rasermäher mit Motor haben bereits um 19 Uhr Feierabend.

So weit, so klar oder auch nicht. In jedem Fall sollte noch erwähnt werden, dass bei Verstößen eine Geldbuße von immerhin 2500 Euro lauern kann. Also, Schnauzehalten und Hammer weg.

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