Kitzingen

Neues aus der Redaktion: Weihnachtliche Problemfälle

Der Spruch des Tages gestern in der Redaktion kam von einem Kollegen, der namentlich nicht genannt werden möchte. Der gute Mann verabschiedete sich in die Mittagspause mit dem Spruch: „Ich muss mal wieder einkaufen – weil ich nur noch Licht im Kühlschrank habe!“
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Neues aus der Redaktion: Ein Schwarzer ist der Favorit

Der Spruch des Tages gestern in der Redaktion kam von einem Kollegen, der namentlich nicht genannt werden möchte. Der gute Mann verabschiedete sich in die Mittagspause mit dem Spruch: „Ich muss mal wieder einkaufen – weil ich nur noch Licht im Kühlschrank habe!“

Dann verschwand er und ward stundenlang nicht mehr gesehen. Langsam wird es ernst mit Weihnachten, die Geschäfte sind voll und voller, die Schlangen lang und länger.

Weihnachten macht in diesem Zusammenhang – wir können das nur jedes Jahr mit wachsendem Entsetzen feststellen, immer mehr Probleme. Alles dreht sich nur noch ums Fest: Ist der Kühlschrank wirklich voll genug? Kein Geschenk vergessen? Hätte man nicht doch den größeren Baum kaufen sollen?

Ganz abgesehen davon, dass wir Weihnachten auch sprachlich nicht ansatzweise im Griff haben. Wie immer stellt sich die Frage: Heißt es die Weihnacht? Das Weihnachten? Die Weihnachten?

Als der Kollege dann doch noch irgendwann vom Einkaufen zurückkam, war das insofern für diese Kolumne gut, weil es sich bei ihm um unseren Weihnachtsbeauftragten handelt. Er konnte uns zum Glück die Weihnachtsfrage beantworten: „Weihnachten wird vorwiegend ohne Artikel gebraucht.“ Also einfach Weihnachten.

Womit der Satz, dass Weihnachten nur Probleme macht, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich stimmt. Wer es übrigens genau wissen will, hier die Duden-Erklärung: „Weihnachten ist ein erstarrter Dativ Plural, der sich im Mittelhochdeutschen aus der pluralischen Fügung 'ze wihen nahten' (= in den heiligen Nächten) losgelöst hat und jetzt weitgehend als ein selbstständiger Nominativ Singular behandelt wird.“

Was aber nicht ansatzweise so wichtig ist wie die Frage, ob der Kühlschrank wirklich voll genug ist?

Neues aus der Redaktion gewährt Einblicke in den Alltag der Kitzinger Redaktion und erscheint in loser Folge.

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