GLOSSE

Neues aus der Redaktion: Hochburg der triefenden Nasen

Wir hätten da mal eine Frage: Warum gucken viele Menschen begeistert in ihr Taschentuch, nachdem sie hingebungsvoll hineingeschnäuzt haben? Ist doch klar, was da zu sehen ist. Was also glauben sie dort Spannendes zu finden? Irgendwelche Sensationen? Vielleicht etwas, das sie im Leben irgendwie weiter bringt?
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Neues aus der Redaktion: Ein Schwarzer ist der Favorit

Wir hätten da mal eine Frage: Warum gucken viele Menschen begeistert in ihr Taschentuch, nachdem sie hingebungsvoll hineingeschnäuzt haben? Ist doch klar, was da zu sehen ist. Was also glauben sie dort Spannendes zu finden? Irgendwelche Sensationen? Vielleicht etwas, das sie im Leben irgendwie weiter bringt?

Eine weitere spannende Frage in diesen Tagen, da eine Grippewelle das Land fest im Griff hat, lautet: Weshalb hustet und niest der Mensch immer genau in die Hand, die er Sekunden später einem anderen zur Begrüßung reicht?

Schließlich müsste auch mal geklärt werden, was dafür sorgt, dass die Menschheit bei Erkältungen in zwei Teile zerfällt: Die einen bleiben sofort daheim. Die anderen würden niemals auf diese Idee kommen und schleppen sich lieber bis zum Gehtnichtmehr zur Arbeit.

Hier bei uns in der Redaktion ist ausschließlich der letztere Krankheitstyp anzutreffen: Menschen, die ihr Unwohlsein bei der Arbeit ausleben. Die sich anhören wie einst Joe Cocker. Wir haben derzeit gleich drei Joe Cocker zu bieten. Weshalb bei uns einiges los ist: Geräuschvolles Nasehochziehen. Eine Räusper-Schnäuz-Hust-Orgie. Taschentuchverbrauch bis unter die Decke. Hochburg der triefenden Nasen.

Die Bürogemeinschaft sitzt in einem Sprühregen aus . . . keine Details. Bekommt man nie wieder aus dem Kopf. Es riecht wie . . . lassen wir das. Dazu unser kleiner Obervirus, der alles angeschleppt und die anderen angesteckt hat, aus dem letzten Loch hustet und trotzdem behauptet, er könne keinen anstecken. An unserer Viren-Brutstätte hätte ein pharmakologisches Labor seine Freude.

Keine Ahnung, wo das enden soll. Angeblich ist Lachen ja gesund. Vielleicht hilft ein Viren-weglach-Witz: Doktor: Sie sind sterbenskrank, und Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit! Patient: Wieviel habe ich denn noch? Doktor: Zehn! Patient: Zehn? Zehn was? Jahre? Monate? Wochen? Doktor: Neun . . .

Neues aus der Redaktion gewährt Einblicke in den Alltag der Kitzinger Redaktion und erscheint in loser Folge.

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