1 / 2
Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Ab sofort muss man sich über gar nichts mehr wundern – die Narren haben das Kommando übernommen. In Volkach stürmten die Obervolkacher Karnevalisten das Rathaus und ergriffen Besitz von der Stadtkasse. Spötter behaupten seither, dass jetzt alles besser wird. Es gibt kein Entkommen – das wurde spätestens auch deutlich, als das BR-Fernsehen diese Woche verkündete, in der diesjährigen Session mehr als 25 Fastnacht-Stunden senden zu wollen. Das Fernsehen sprach in diesem Zusammenhang sogar von „hochwertigem Fastnachtsprogramm“, wobei hier die Meinungen stark auseinandergehen dürften. Aber jeder Narr ist bekanntlich anders. Einigen kann man sich lediglich auf zwei Gesetzmäßigkeiten. Erstens: Es ist wie es ist. Zweitens: Es kommt, wie es kommt. Was da wohl kommen mag, fragt man sich gerade auch in Wiesentheid. Die Marktgemeinde wächst über sich hinaus, wie das neue Baugebiet Seeflur III beweist. Auf ihrer Facebook-Seite rief die Stadt nun dazu auf, sich Straßennamen einfallen zu lassen. Eine schöne Aktion. Wobei wir an dieser Stelle den zarten Hinweis geben möchten, dass auch ein neuer Name für das Baugebiet an sich nett wäre – Seeflur III klingt nicht gerade nach Rock'n'Roll. Man kann sich die Dialoge schon gut vorstellen: „Und wo wohnst du?“ – „Seeflur III, Hauptstraße 3, dritter Stock.“ Damit es gar nicht erst so weit kommt, hier ein paar Namens-Vorschläge: Einhornstraße würde in die Zeit passen. Oder Knaier-Circle. Vielleicht auch Konstantin-Noppel-Straße. Außerdem gab es ja dieser Tage die Anregung, dass jede deutsche Stadt eine Angela-Merkel-Straße bekommen sollte. Wobei das womöglich zu Irritationen führt, weil Angela-Merkel-Weg deutlich missverstanden werden kann. Zum Schluss noch ein kleiner Kino-Tipp: Dieser Tage waren Sonja Gerhardt und Emilio Sakraya im Cineworld im Mainfrankenpark, um ihre neue Komödie vorzustellen. Der Film heißt „Kalte Füße“ und könnte auch ein Ehedrama sein, wie Männer aus leidvoller Erfahrung wissen. Auf jeden Fall passt der Film wunderbar in die Jahreszeit. Mit dem Titel lässt sich jedenfalls etwas anfangen. Und wenn man es recht bedenkt, wäre „Kalte Füße“ auch ein durchaus passabler Straßenname für unser neues Lieblings-Baugebiet Seeflur III. Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.