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GLOSSE

Frühstück: Schlappmaul als Sportskanone

Irgend jemand in der Schlappmaul-Jury muss ein durch und durch begeisterter Sportfan sein. Sonst ist diese Dichte an mehr oder weniger illustren Sportkommentatoren unter den Preisträgern kaum zu erklären.
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Frühstück:     Von Mord, Sex und Sticheleien

Irgend jemand in der Schlappmaul-Jury muss ein durch und durch begeisterter Sportfan sein. Sonst ist diese Dichte an mehr oder weniger illustren Sportkommentatoren unter den Preisträgern kaum zu erklären.

Das Schlappmaul als echte Sportskanone: 1990 ging es mit Bernd Heller los. 1995 folgte Gerd Rubenbauer. 2010 war schließlich Marcel Reif an der Reihe. Und jetzt – einem seltsamen Fünf-Jahres-Rhythmus folgend – bekommt Waldemar „Deutschland-wurde-noch-nie-Weltmeister-im-eigenen-Land“ Hartmann den deutschlandweit begehrten Orden umgehängt.

Ob der Mann, den alle nur Waldi nennen, tatsächlich ein Schlappmaul ist – da scheiden sich die Geister. Nachdem am Mittwoch die Nachricht durchsickerte, wer der neue Preisträger ist, gab es doch recht viel Schulterzucken und etwas irritierte Blicke. Ein „Naja“-Preisträger. Zumal der Waldi, was die guten Zeiten anbelangt, nur noch zurückblicken kann.

Aber bitte: Es gilt den Fünf-Jahres-Rhythmus einzuhalten. Weshalb wir schon mal darüber nachdenken können, wer denn der Ordensträger 2020 wird. Vielleicht die Stimme Frankens, Günther Koch? Zumindest hätte der sicher Zeit, weil er sich auch schon geraume Zeit im Ruhestand befindet.

Aber genau genommen kann es nur auf einen hinauslaufen: unser aller Loddar. Den Franken-Schöngeist. Lothar Matthäus, Rekord-Nationalspieler, Ex-Weltmeister und begeisterter Schulmädchen-Betreuer.

Der Mann also, der uns Sätze schenkte wie „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!“ oder auch „Das Chancenplus war ausgeglichen!“

Mehr Schlappmaul geht nicht.

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