Kitzingen

Frühstück: Entente ohne Ende

Also, jetzt hat eine Woche nach dem Finale in Brasilien auch Kitzingen sein Endspiel gehabt, genauso wie Sommerach. Aber es gibt Unterschiede: Einmal ging es nicht um die Weltmeisterschaft, sondern „nur“ um Gold auf europäischer Ebene. Dann gab es keine Verlängerung und ein Götze war auch weit und breit nicht in Sicht. Und – das Wesentliche – eine Entscheidung ist nicht gefallen. (Noch) kein Grund zum Jubeln.
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Frühstück: Noch was für echte Rechner

Also, jetzt hat eine Woche nach dem Finale in Brasilien auch Kitzingen sein Endspiel gehabt, genauso wie Sommerach. Aber es gibt Unterschiede: Einmal ging es nicht um die Weltmeisterschaft, sondern „nur“ um Gold auf europäischer Ebene. Dann gab es keine Verlängerung und ein Götze war auch weit und breit nicht in Sicht. Und – das Wesentliche – eine Entscheidung ist nicht gefallen. (Noch) kein Grund zum Jubeln.

Der Spielverlauf war minutiös geplant. Dafür hat Trainer Johannes Lindner gesorgt. Die Devise des Stadtgärtners: Nichts dem Zufall überlassen. Dennoch gab es am Samstag so viele Zufälle wie sonst selten in Kitzingen. Dass der Hofrat zufällig am Falterturm steht, wenn die Juroren vorbeiziehen oder Bäckermeister Marcus Will im richtigen Moment mit einer kleinen Stärkung anrückt – alles Zufall. Oder dass beim Gang über den Alten Friedhof zufälligerweise die Orgel spielt – hat man nicht oft.

Ob das bei der Jury Wirkung gezeigt hat, muss man sehen. Jedenfalls waren da Profis unterwegs: Die Damen und Herren aus sieben Ländern wussten, was sie sehen wollten. Kein Wunder, sie waren vor Kitzingen schon in Belgien, Italien und Tschechien unterwegs, dürften also alle Tricks kennen. Und die Sieben hielten sich knallhart an ihre Vorgabe, nicht nur die zeitliche.

Nach sechs Stunden, plus eine Stunde Mittagspause, war alles vorbei. Was ist rausgekommen? Ganz schwer zu sagen. Auch nach dem ersten kurzen Fazit des Jurysprechers ist eine Tendenz schwer auszumachen. Immerhin ist Kitzingen in fast allen Bereichen gut weggekommen. Es wurden aber auch manche Kleinigkeiten vermisst.

Egal wie es ausgeht. Für Lindner ist die Präsentation „super gelaufen“ und für ihn ist Kitzingen in jedem Fall Sieger, weil so viele Kitzinger mitgemacht haben. Jetzt hängt alles davon ab, was die Konkurrenz aus elf Ländern zu bieten hat. Das weiß derzeit nur die Jury und die hält dicht. Bis September und bis dahin haben wir eben Entente ohne Ende.

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