LANDKREIS KITZINGEN

Engagiert, kooperativ und sozial

Kurt Krause schloss den Vormittag mit einem Kompliment: „Es sind meiner Meinung nach die Richtigen gewählt worden“, sagte der Schulrat über die neuen Schülersprecher der Mittelschulen im Landkreis.
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Erstes Treffen der Schülersprecher: Landrätin Tamara Bischof freut sich über das Engagement von Jonas Manger, Achim Fast, Lea Pröschel, Pearl Mantlik und Helen Harris (vorne) sowie (hinten) Mirco Lang, Luke Dörr-Riedel und Dennis Bauer. Lehrer Erich Hessenauer und Schulrat Kurt Krause sprachen mit den Jugendlichen über ihre neue Aufgabe. Foto: Foto: Matthias Mahr
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Kurt Krause schloss den Vormittag mit einem Kompliment: „Es sind meiner Meinung nach die Richtigen gewählt worden“, sagte der Schulrat über die neuen Schülersprecher der Mittelschulen im Landkreis.

Jungen und Mädchen, die sich trauen, etwas zu sagen. Die Probleme und Themen ansprechen und dabei nicht maulen oder nur fordern, sondern sachlich argumentieren und höflich bleiben. Krause hatte am Ende der Informationsveranstaltung ein äußerst positives Bild von den acht Jugendlichen gezeichnet, die sich um den großen Tisch im Besprechungszimmer der Landrätin gruppiert hatten. Sie waren zusammengekommen, um sich über das Amt zu informieren, in das sie zu Beginn des Schuljahres gewählt worden sind, um sich auszutauschen und um den Kreisschülersprecher und seinen Stellvertreter zu wählen.

„Der Schülersprecher hat die Möglichkeit, wirklich etwas voranzubringen.“
Kurt Krause Schulrat

Auch wenn Jonas Manger, Achim Fast, Lea Pröschel, Pearl Mantlik, Helen Harris, Mirco Lang, Luke Dörr-Riedel und Dennis Bauer, die als Schülersprecher oder stellvertretende Schülersprecher an der Info-Veranstaltung im Landratsamt teilnahmen, im Vorfeld natürlich wussten, wie wichtig ihr Amt ist, machte Kurt Krause dies noch einmal deutlich: Sie vertreten die Anliegen und Interessen der Schüler nach außen, sind wichtige Ansprechpartner für die Schulleitung und die Lehrkräfte, tauschen sich regelmäßig mit der Schulleitung und den Verbindungslehrern aus und sie gehören dem Schulforum an, das aus Lehrern, Eltern und Schülern besteht. Ein Schülersprecher kann Anregungen, Ideen und Vorschläge der Schüler vorlegen und mit umsetzen, er berät Schüler und versucht, Konflikte zu lösen, oft auch im Team. Er oder sie repräsentiert die Schüler bei schulischen Veranstaltungen und kann entscheidend zum positiven Image der Schule in der Öffentlichkeit beitragen. „Der Schülersprecher hat die Möglichkeit, als Vertreter aller Schüler wirklich etwas voranzubringen“, machte Krause deutlich.

Zwei, die diese Verantwortung übernehmen, sind Dennis Bauer von der D. Paul-Eber-Schule Kitzingen und Luke Dörr-Riedel von der Mittelschule Volkach. Bauer wurde zum Kreisschülersprecher gewählt, Dörr-Riedel zu seinem Stellvertreter. Sich für ihre Schule und die anderen Schulen im Kreis einzusetzen, das haben sich die beiden 16-Jährigen zum Ziel gesetzt. Und beide haben schon überlegt, welche Projekte sie im kommenden Schuljahr umsetzen könnten.

So würde Dennis gerne einführen, dass sich alle Klassensprecher seiner Schule zu Besprechungen treffen, Luke möchte eine Sprechstunde abhalten, in der auch jüngere Schüler ihre Anliegen vorbringen können, die sich vielleicht vor anderen noch nicht äußern wollen. Dass diese Sprechstunde dann in seiner Freizeit stattfinden müsste, ist für ihn kein Problem: „Das gehört ja dazu“, findet er.

Beide wissen, welche Eigenschaften ein Schülersprecher haben sollte: „Engagiert, kooperativ, sozial“, zählen sie auf. Man muss sich trauen, mit anderen zu reden, man darf aber nicht nur reden, sondern muss auch etwas tun. „Und man muss sich auch selbst verkaufen können“, fügt Luke an. Dass es einen selbst voranbringt, einen solchen Job zu übernehmen, steht für beide aber nicht im Vordergrund. „Man macht das ja nicht in erster Linie für sich, sondern man will den anderen helfen“, sagt Dennis. Trotzdem forderte Kurt Krause alle Schülersprecher eindringlich dazu auf, ihren Posten bei Bewerbungen zu erwähnen, denn das sei ein ganz wichtiger Pluspunkt.

Handynutzung in der Schule, die Busverbindungen, Mobbing, das Essensangebot, Veranstaltungen in der Schule – die Themen, die am Freitag im Kreis der Schülersprecher besprochen wurden, waren vielfältig. Einige davon wird Dennis am 12. November mit nach Würzburg nehmen und ansprechen, wenn der Bezirksschülersprecher gewählt wird: „Wir haben ihm ein paar Hausaufgaben mitgegeben“, drückt Kurt Krause es aus. Wie das halt so ist in der Schule.

Die SMV

In der Schülermitverantwortung (SMV) arbeiten Schüler an der Gestaltung ihrer Schule und des Schulwesens mit. Sie vertreten die Interessen ihrer Mitschüler und werden von den Schülern – meist über die Klassensprecher – gewählt. Seit 2008 wählen die 40 Bezirksschülersprecher den Landesschülerrat. Er bringt Interessen und Anliegen der Schüler von Förder-, Mittel-, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen sowie BOS und FOS zur Sprache. ( www.km.bayern.de )

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