KITZINGEN

Dienstags-Dischli: Kampf gegen die Kippen

Zigarettenkippen sind immer mal wieder ein Thema. Vor allem wenn sie auf der Straße landen oder auf dem Gehsteig. Der Reinigungsdienst hat kaum eine Chance.
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Dienstags-Dischli Baustellen gucken gehen
Also, man hätte vielleicht doch damals die Idee von der Gründung eines Abbruchunternehmens umsetzen sollen: Das Geschäft lohnt sich ganz offensichtlich. Das zeigt ein Blick auf Kitzingen, wo derzeit ganze Heerscharen von Experten in Sachen Demontage von Gebäuden unterwegs sind, ihr Auskommen finden. Dabei braucht man gar nicht in die ehemaligen US-Liegenschaften gehen, wo seit dem Abzug der Amerikaner 2006 Vieles dem Erdboden gleichgemacht wurde oder zumin-dest nicht mehr zu erkennen ist. Nein, es reicht ein Blick auf die Alt- und Innenstadt, um den Boom der Branche zu belegen. Die spektakulärsten Abbrüche sind bereits Geschichte: Die Bürgerbräu und das Baywa-Lagerhaus am Main sind längst wieder im Aufbau, wie das Fetzergebäude in der Glauberstraße. Der Abriss des Goldenen Löwen (Tauber) wäre fast wieder vergessen, wenn die Baulücke am Stadteingang nicht daran erinnern würde. Alle Fans von schweren Baugeräten kommen aber weiter auf ihre Kosten. Das Markcafé ist allerdings bereits so gut wie verschwunden. Macht aber nichts, denn ab diesem Dienstag, 2. Mai, geht es in der Luitpoldstraße weiter. Da verschwindet die alte Hütte mit der Nummer 6 und weicht einer Akademie für das Fastnachtmuseum. Aber auch das ist noch lange nicht das Ende. Noch in diesem Jahr soll die Tankstelle vom Rosengarten verschwinden und - darauf können sich die Abbruchfans besonders freuen - rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien wird die Alte Realschule im Schulzentrum abgerissen. Weiterhin gute Zeiten also für alle, die gerne Baustellen gucken gehen - auch wenn das Geschäft damit andere machen. Die Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen - selbstredend - immer dienstags in dieser Zeitung.

Also, sagen wir mal so, bei 36 auf geschätzten zwei Quadratmetern habe ich aufgehört zu zählen. Man muss auch nicht jede einzelne registrierten. Wobei, schön ist das nicht, was sich in den Ritzen der Pflastersteine ansammelt.

Zigarettenkippen sind immer wieder ein Thema. Zumal, wenn sie auf der Straße landen und da bevorzugt am Rand oder – in Kitzingen besonders oft – auf dem Pflaster. Da kann sich der morgendliche Reinigungsdienst noch so reinhängen, er hat kaum eine Chance.

Auch in Oberösterreich ein Thema

Dass das Problem kein Kitzinger Thema ist, zeigt sich fast überall. Zum Beispiel auch in Oberösterreich. Obernberg heißt der idyllische Ort direkt über dem Inn. Der hat nicht nur einen bemerkenswertem Marktplatz, sondern auch viel Pflaster sowie Raucher und damit das gleiche Kippenproblem wie die Kitzinger.

Allergdings gehen die Österreicher das Thema nicht nur mit dem Reinigungsdienst an.

Wie das Bild zeigt, setzen die Obernberger zusätzlich auf Aschenbecher. Die kann man jetzt schön finden oder auch nicht. An den Laternen installiert, haben die Raucher immerhin eine Chance, die Kippen loszuwerden. Ob das hinhaut, ist eher nicht bekannt. Der erste Eindruck war positiv. Auf ebenfalls geschätzten zwei Quadratmeter um den Becher waren keine 36 Kippen zu finden, sondern sieben. Immerhin, ein kleiner Fortschritt im Kampf gegen die Kippen.

Die Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen – selbstredend – immer dienstags in dieser Zeitung.

 

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