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Kitzingen

Die Woche: Schreikrampf bei Brüllhitze

Warum man in diesen Um-die-40-Grad-Tagen gerne von „brüllend heiß“ spricht, wurde diese Woche endgültig klar: Man muss beim Autofahren nur mal den Arm aus dem Fenster halten. Das ist, als würde man in einen Backofen fassen. Zieht man den Arm wieder zurück, ist die Hälfe weggebrannt.
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Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Warum man in diesen Um-die-40-Grad-Tagen gerne von „brüllend heiß“ spricht, wurde diese Woche endgültig klar: Man muss beim Autofahren nur mal den Arm aus dem Fenster halten. Das ist, als würde man in einen Backofen fassen. Zieht man den Arm wieder zurück, ist die Hälfe weggebrannt.

Das Problem mit der Halbierung kennt auch die Landwirtschaft: Was bleibt nach der Hitzewelle auf den Feldern noch übrig? Von der Kartoffelfront kam die Meldung, dass die Ernte mau ausfällt. Die Kartoffeln würden nicht richtig nach Kartoffeln aussehen, sondern hätten Zwetschgen-Größe und kuriose Formen.

Es geht aber auch groß – zumindest im heimischen Garten und bei entsprechendem Pflegeaufwand. Ein Hoheimer erntete dieser Tage eine Ananas-Tomate, die 1,083 Kilo auf die Küchenwaage brachte. So etwas in der Zeitung zu veröffentlichen ist nicht ohne: Weil am nächsten Tag garantiert jemand mit einer ähnlich schönen Ananas-Tomate in der Redaktion auftaucht, die 1,084 Kilo auf die Waage bringt.

Am besten ist es in diesen Tagen sowieso, daheim zu bleiben und seine Tomaten zu pflegen. Momentan wird überall vor Straßenschäden gewarnt, die durch die Brüll-Hitze auftreten können. Was insofern ein wenig albern ist, weil wir uns das ganze Jahr mit Straßenschäden herumplagen müssen.

Was passiert, wenn man sich der Hitze aussetzt, zeigte eine Meldung der Autobahnpolizei: Auf der A 3 bei Kleinlangheim wurde ein Mann innerhalb von zwei Stunden zweimal ohne Führerschein und mit Drogen am Steuer erwischt. Der 22-Jährige hatte, nachdem er sein Auto stehen lassen musste, einen Bekannten geschickt, um den Wagen bei der Autobahnpolizei im Mainfrankenpark zu holen – und sich dann selbst wieder hinters Steuer gesetzt.

Könnte man glatt verfilmen, die Szene. Zum Beispiel beim zweiten „Franken-Tatort“, der gerade gedreht wird. Am Montag stand nun ein Dreh im Landkreis auf dem Plan: Die Kommissare ermittelten bei der Gerlachshäuser Schleuse. Die Floßanlegestelle am Altmain kommt ganz groß raus. Wenn wir das richtig verstanden haben, geht es um einen Junggesellenabschied auf einem Floß.

Es tauchten sodann gleich Gerüchte auf, dass diesmal als Stargast Lothar Matthäus mitspielen würde und es sich wohl sogar um seinen Junggesellenabschied gehandelt habe. Was für den einen oder anderen Schreikrampf sorgte – ein typischer Fall von Brüllhitze eben.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.